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5.3.2010
Büroeinweihung in Braunschweig
Freunde, Partner und Mitstreiter waren heute zu Gast in den Neuen Theaterformen Büroräumen in Braunschweig. Die Vernissage des ersten T-Shirts der neuen Abokollektion wurde gleich mitgefeiert.
28.1.2010City Circus Zero Work nominiert zum nachtkritik-Theatertreffen
Die Koproduktion von Junges Schauspiel Hannover, Festival Theaterformen und andcompany&Co wurde zum nachtkritik-Theatertreffen nominiert: Die nachtkritik-KorrespondentInnen wählen aus und schlagen den LeserInnen Inszenierungen vor. Die LeserInnen stimmen per Mausklick ab. Am Schluss bilden die 10 Aufführungen mit den meisten Stimmen das (virtuelle) nachtkritik-Theatertreffen 2010.
Die Abstimmung läuft vom 29. Januar bis 10. Februar 2010.
Also klicken und weitersagen!
www.nachtkritik.de
16.11.2009
Geschichten aus Hannover wandern weiter
Das Erinnerungsbüro macht wieder in der Schweiz Station: vom 14. November bis 5. Dezember 2009 am Theater Chur. Von den inzwischen gut 250 Geschichten von Enkeln und Enkelinnen ist an jedem Ort eine spezifische Auswahl zu hören - in Chur sind es vor allem Erzählungen über Tat & Tatta, Neni & Nani, aber auch über Opi, Großmama, Deda, Grandma und Yayo.
www.erinnerungsbuero.net
29.10.2009
weitere Vorstellungen von CITY CIRCUS ZERO WORK
05.+07.+29.11.2009 Ballhof 1, Junges Schauspiel Hannover
"Der verschreckten Weltuntergangsstimmung unserer Leistungsgesellschaft hält dieses Theaterkollektiv eine poetisch-warmherzige, aber eben doch ziemlich anarchische Kunstutopie entgegen. Wo das Nützliche versagt, triumphiert das Spiel. Wo die arrivierte Elite absäuft, singt die Jugend lässig und verträumt ihr Lied von der ehrlichen Faulheit, lächelt siegesgewiss und macht auch uns, wenigstens für den Moment, sehr glücklich damit." André Mumot, Nachtkritik.de
"Die schönste Absurdität dieses Festivals (...) In einer grandiosen Materialschlacht aus Kostümen, Kulissen, spinnerten Einfällen, Musik und verdrehten Texten, die von Kurt Schwitters, Daniil Charms und den Jugendlichen selbst stammen, konstruieren sie eine schnelle, urkomisch dadaistische Revue ohne Löcher und Hänger. Letztlich sinnfrei, aber absolut erquickend bot "City Circus Zero Work" eine zeichendichte Spielwiese für den modernen Humor."
Till Briegleb, süddeutsche.de
"In Hannover hat andcompany unter dem Motto „City Circus Zero Work“ Schüler vom „jungen schauspiel“ mit einer subversiven Zirkusidee und jeder Menge Britney-Spears-, Honecker- und Obama Devotionalien zusammengebracht und dabei in aller Lässigkeit bewiesen, welchen Charme intellektueller Restmüll haben kann – zumal, wenn er von derart engagierten Jugendlichen performt wird."
Christine Wahl, Der Tagesspiegel
24.8.2009
Young Directors Award für Dries Verhoeven
Dries Verhoeven, bei den Theaterformen 2009 in Hannover mit "Niemandsland" zu Gast, hat bei den Salzburger Festspielen den mit 10.000 Euro dotierten Montblanc Young Directors Award 2009 erhalten. Wir freuen uns mit!
www.salzburgerfestspiele.at/dasprogramm/dienste/presse/pressemitteilungdetails/bericht/123/
13.7.2009Umzug und Ferien
Das Theaterformen Büro ist umgezogen. Neu sind wir jetzt am
Ballhofplatz 5
30159 Hannover
Die meisten Kisten sind ausgepackt, und jetzt gehen wir bis zum 17. 8. in die Ferien.
21.6.2009Festival Theaterformen 2009: Ausklang nach 12 Tagen
Das Festival Theaterformen ist am Sonntag in Hannover mit einem ganztägigen Konzert im Rahmen der Fête de la Musique und den letzten Vorstellungen ausgeklungen. Mehr als 15.000 Besucher sind seit dem Beginn des Festivals am 10. Juni zu Gast gewesen, davon rund 9500 bei den 14 Theaterproduktionen, 5500 bei den 8 Konzerten und 500 bei der Ausstellung „Meine Großeltern“. Die Auslastung lag bei 95 Prozent. Das erste T-Shirt-Abo in Deutschland im Rahmen des Festivals Theaterformen war nach rund 250 Bestellungen bereits Mitte Mai ausverkauft. Die Tagung „Stadtraum und Inszenierung“ verfolgten rund 50 Teilnehmer.
„Im Namen aller Künstler bedanken wir uns bei unserem Publikum in Hannover und von auswärts für dieses gemeinsame Theaterfest“, sagte die Festivalleiterin Anja Dirks. „Das Publikum hat sich ganz auf diese experimentierfreudigen, gewiss oft ungewohnten Theaterformen eingelassen. Der starke Zuspruch zeigt, dass das Festival Theaterformen mit seinem Konzept, die Vielfalt des internationalen zeitgenössischen Theaters zu zeigen, ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Niedersachsen und Deutschland geworden ist. Wir freuen uns darauf, das Festival in diesem Sinne fortzusetzen.“ Die nächste Ausgabe des Festivals Theaterformen findet im Juni 2010 in Braunschweig statt.
18.6.2009
Applaus
Das Ensemble von "Schukschins Ezählungen" applaudiert seinem Premierenpublikum zurück.
18.6.2009
Festivalmomente 1
Zuhörer sammeln sich vor der Bühne im Festivalzentrum. Zum Konzert von "Stereo Total" kamen am Mittwoch abend wenigstens 1200.
18.6.2009
Festivalmomente 2
Ein Besucher hört in der Cumberlandschen Galerie die Familiengeschichten von Mats Staubs Ausstellungsprojekt "Meine Großeltern".
18.6.2009
Festivalmomente 3
Beim Premierenessen
16.6.2009
Publikumsgespräch
Nach der Vorstellung stellte sich der Regisseur Andreas Kriegenburg am 16.6. Zuschauerfragen.
15.6.2009
Freiluft-Premiere für Beckett
Zur Premiere der Freiluft-Inszenierung von Becketts "Alle die da fallen" durch die belgische Comp. Marius blieb es am Wochenende zum ersten Mal seit Tagen trocken und windstill. Die Vorstellung am Sonntag war praktisch ausverkauft. Für die weiteren Aufführungen im Georgengarten am 18.6. (19 Uhr), 20. und 21.6. (15 Uhr) gibt es noch Karten.
16.6.2009Theaterformen 2009: 90 Prozent Auslastung in der ersten Woche
Nach sechs Tagen Programm konnten wir eine Auslastung von rund 90 Prozent verbuchen. Von 26 Vorstellungen waren 20 nahezu oder ganz ausverkauft, die Ausstellung „Meine Großeltern“ zählte bisher rund 300 Besucher. Drei Gratiskonzerte im Festivalzentrum im Hof des Schauspielhauses lockten zusätzlich 2000 Fans an. Für die verbleibenden 34 Vorstellungen sind noch rund 900 Karten im Verkauf bis zum Festivalende am Sonntag, 21. Juni.
„Alle Künstler, die bisher gespielt haben, sind überwältigt von dem herzlichen und begeisterungsfähigen Hannoverschen Publikum. Dass selbst in diesen Krisenzeiten die Vorstellungen so außerordentlich gut besucht sind, zeigt, dass Theater und Kultur keine Luxusgüter sind, sondern unverzichtbar dazu gehören“, freut sich die Festivalleiterin Anja Dirks.
Für folgende Vorstellungen gibt es noch Karten:
„more, more, more...future“ (Faustin Linyekula), 17.6., 20 Uhr, Ballhof eins
„Niemandsland“ (Dries Verhoeven),18.6.,18 Uhr Hauptbahnhof
Hier lohnt es sich aber unbedingt, beim Counter im Hbf vorbeizuschauen: Bei fast jeder Vorstellung werden 1-2 Plätze frei, weil reservierte und bezahlte Karten nicht abgeholt werden. Einfach ca. 15 min vor Vorstellungsbeginn am Counter melden!
„Alle die da fallen“ (Samuel Beckett / Comp. Marius), 18.6., 19 Uhr; 20./21.6. 15 Uhr, Georgengarten am Wilhelm-Busch-Museum (Open Air)
„Patience Camp“ (Thom Luz), 19.6., 20 Uhr; 20.6., 19.30 Uhr; 21.6., 18 Uhr, Ballhof zwei
„La Mélancolie des dragons“(Vivarium Studio), 20.6., 21 Uhr, Schauspielhaus
„La Omisión de la Familia Coleman“ (Timbre 4), 21.6., 19.30 Uhr, Ballhof zwei
13.6.2009
Mitternachts-Performance im Rathaus
Rosa Casados und Mike Brookes Performance über Nachhaltigkeit zog Freitag Nacht über 150 Neugierige ins Rathaus. In der riesigen Halle beobachteten sie das langsame Schmelzen einer kristallinen Eislandschaft - oder versuchte es zu verhindern.
11.06.2009
Festival Theaterformen 2009 eröffnet
Theaterformen-Chefin Anja Dirks im Kreise der hannoverschen Würdenträger bei der Eröffnungsfeier am Mittwoch Abend: Schauspiel-Intendant Wilfried Schulz (ganz außen links) freut sich darauf, dass die Festival-Erfahrung die Grenzen im eigenen Kopf erweitert. Herbert Schmalstieg von der Stiftung Niedersachsen (rechts neben Anja Dirks mit der roten Krawatte) findet, dass die 2,4 Millionen Euro, die die Theaterformen im Laufe der Zeit von der Stiftung Niedersachsen erhalten haben, eine gute Investition sind. Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil(im Bild ganz außen rechts) hofft, dass das Laientheater, dass er täglich in der Politik erlebt, von den Bühnen-Profis einiges lernt. Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann (nicht im Bild), imponiert die überregionale Resonanz des Festivals in den Medien und in der Theaterszene: „Aus der Theaterlandschaft sind die ‚Theaterformen’ mit ihrer künstlerischen Ausstrahlung, vor allem auch als Podium für neue Wege nicht mehr wegzudenken und brauchen den direkten Vergleich mit dem Festival ’Theater der Welt’ oder dem Berliner ‚Theatertreffen’ nicht zu scheuen.“
Nach den Eröffungsreden feierten rund 1000 Gäste die Eröffnungspremiere im Theater am Aegi mit dem marokkanisch-französischen Nouveau Cirque „Taoub“. Im Anschluss wurde das Festivalzentrum im Hof des Schauspielhauses mit einem Konzert von „Super 700“ eingeweiht.
5.6.2009
Theaterformen 2009 und schauspielhannover bitten zu Partys und Konzerten – Eintritt frei
Ein neuer Ort für Partys und Sommerkonzerte: Das Festivalzentrum der Theaterformen 2009 bietet ab 10. Juni acht Gratiskonzerte mit Bands wie „Die Sterne“ und „Stereo Total“. Die Konzertbühne im Hof wird von einem eigens entworfenen „Fliegenden Teppich“ beschirmt. In diesem besonderen Ambiente feiert auch das scheidende Team des schauspielhannover um den Intendanten Wilfried Schulz seine Dernièren und Abschiedsfeste.
Ein Dach in Form eines fliegenden Teppichs in leuchtendem Rot-Gold verbindet für die nächsten Wochen den Hof des Schauspielhauses mit der Cumberlandschen Galerie. Mit dieser stimmungsvollen Installation hat der Schweizer Industriedesigner Beat Karrer ein Sinnbild der aufregenden, exotischen Theatererfahrungen während des Festivals Theaterformen vom 10.-21. Juni geschaffen – aber auch einen idealen Ort für entspanntes Zusammensein, Feiern und Musikgenuss. Am 10. Juni um 21.30 steigt hier die Eröffnungsparty der 10. Ausgabe des internationalen Festivals in Hannover mit einem Konzert des Septetts Super700. Sieben weitere Konzerte und DJ-Sets folgen bis zum letzten Tag des Festivals – der Eintritt ist frei. Unter dem Motto „Winken und Trinken“ feiert zudem das schauspielhannover, das sich an dem Festivalzentrum als Gemeinschaftsprojekt beteiligt hat, den Ausklang seiner letzen Saison. Was ganz nach Luxus und einem Hauch Nostalgie aussehen mag, hat bei näherem Hinsehen aber auch ironische Untertöne: Der „Fliegende Teppich“ von Beat Karrer ist ganz aus Industrieplanen gefertigt und die orientalischen Ornamenten darauf entpuppen sich bei näherem Hinsehen als ineinandergeschachtelte Ölfässer...
Das Musikprogramm ist vielschichtig und voller Entdeckungen. Super700 um die charismatische Sängerin Ibadet Ramadani und ihre beiden Schwestern spielt eine Mischung aus TripHop, Kammerjazz und Elektropop. Am 14.6. um 21 Uhr folgen Die Sterne: Die wichtigsten, vor allem aber tanzbarsten Vertretern der sogenannten „Hamburger Schule“, beeinflusst von Punk wie Funk, bilden sicherlich einen ersten Höhepunkt. Hinter Jacques Palminger & The Kings of Dub Rock am 15.6. um 22 Uhr stecken die elegante Sängerin Rica Blunck und der Beat-Schmied Viktor Marek. Tex & Erobique bieten am 16.6. um 22 Uhr Techno, Poprock und Bebop-Jazz. Brezel Göring und Françoise Cactus sind Stereo Total. Seit 1993 haben sie sieben Alben vorgelegt und deutsche und französische Musikgeschichte geschrieben. Am 17.6. setzen sie ab 21 Uhr ihr Glanzlicht im Musikprogramm der Theaterformen. Nach dem DJ-Set von Tillomat, das am 18.6. Genres und Epochen, Unterhaltung und Überforderung durcheinanderwirbelt, folgen Wladimir Kaminer und Yuriy Gurzhy. Am 19.6. um 22 Uhr präsentieren sie ihre berühmt-berüchtigte Russendisko – die Tanzveranstaltung mit osteuropäischer Musik zwischen Gipsy-Punk, Balalaika-Rock’n’Roll, Don-Kosaken-Reggae, bekifftem Sowjet-Pop und Klezmer-Ska. Mit Mariahilff präsentiert sich der Schauspieler Lars Rudolph am 20.6. um 22.30 Uhr als Sänger zwischen Poesie und Härte. Am letzten Tag des Festivals, also am 21.6., öffnet sich die Bühne ab 12 Uhr zum großen Abschluss mit der Fête de la Musique.
Das Café im Festivalzentrum ist ab dem 10. Juni täglich ab 12 Uhr geöffnet.
4.6.2009Hohe Kartennachfrage
Eine Woche vor Beginn des Festivals Theaterformen vom 10. bis 21. Juni in Hannover sind fast zwei Drittel der Karten verkauft oder reserviert. Besonders für die Vorstellungen von Der Prozess (15./16. Juni im Schauspielhaus, Regie: Andreas Kriegenburg), Schukschins Erzählungen (18./19. Juni im Schauspielhaus, Regie: Alvis Hermanis), Niemandsland (11.-21. Juni im Hauptbahnhof, Regie: Dries Verhoeven) und City Circus Zero Work (12.-14. Juni im Ballhof 1, Regie: andcompany&Co.) gibt es nur noch wenige Tickets. Aber auch kleinere Produktionen und Neu-Entdeckungen wie die Performance-Installation Some things happen all at once (12. Juni im Neuen Rathaus, von und mit Rosa Casado / Mike Brookes) sind stark nachgefragt.
„Wir freuen uns über die tolle Resonanz. Offenbar geht es nicht nur nach großen Namen, sondern jeder stellt sich individuell sein Programm zusammen“, so Festivalleiterin Anja Dirks. Das Festival Theaterformen findet seit 1990 in Braunschweig und Hannover statt und zeigt die Vielfalt des internationalen zeitgenössischen Theaters. Die 10. Ausgabe in Hannover ist die erste unter der Leitung von Anja Dirks, die bis 2012 berufen ist.
Ein besonderes Besucher-Angebot gibt es an den beiden Festival-Wochenenden. Mehrere Vorstellungen können hintereinander kombiniert werden. Ab dem Kauf von 5 Karten im Vorverkauf gibt es einen Rabatt von 20 Prozent. Die Karten kosten 16 € mit Ausnahme der Eröffnungsproduktion Taoub (10./11. Juni im Theater am Aegi, Karten für 25/ 20/ 15/ 10 €), Der Prozess und Schukschins Erzählungen (Karten für 30/ 50/ 27/ 22/ 17,50/ 12,50 €). Schüler, Studenten, Auszubildende, Zivildienstleistende und Erwerbslose erhalten ermäßigte Karten für 6 €.
Die Eröffnungspremiere am 10. Juni mit dem französisch-marokkanischen Nouveau Cirque Taoub ist zugleich eine Einladung zum Feiern. Im Hof des Schauspielhauses ist ein Festivalzentrum entstanden, das ein Café mit einer Konzertbühne verbindet. Das Dach ist in Form eines fliegenden Teppichs gestaltet. Um 21.30 steigt die Eröffnungsparty mit einem Konzert des Septetts Super700 um die Sängerin Ibadet Ramadani. Sieben weitere Konzerte und DJ-Sets folgen bis zum letzten Tag des Festivals am 21. Juni. Der Eintritt ist frei. Das Café im Festivalzentrum ist ab dem 10. Juni täglich ab 12 Uhr geöffnet.
29.05.2009
Urbane Akteure: Plakatsäulen
Sind sind mindestens 2,50 Meter hoch und werden im Inneren mit tonnenschweren Gewichten stabilisiert: Am Hauptbahnhof, in der Innenstadt und im Georgengarten wurden vor Pfingsten fünf Plakatsäulen aufgerichtet. Am Festival Theaterformen kommt ab jetzt keiner mehr vorbei...
27.5.2009
Aufschrei der Gitarren und der Körper: Faustin Linyekulas „more more more... future“
Für seine neue Produktion zur Zukunftshoffnung im Kongo ist der Choreograph Faustin Linyekula beim Kunstenfestivaldesarts in Brüssel gefeiert worden. „more more more... future” bringt Musik und Tanz mit politisch-poetischen Texten zusammen. Am 16. und 17. Juni erlebt die Koproduktion des Festivals Theaterformen seine deutsche Erstaufführung in Hannover.
Die belgische Zeitung Le Soir schrieb über die Uraufführung am 22.Mai in Brüssel: „Das Kunstenfestivaldesarts findet seinen krönenden Abschluss in Faustin Linyekulas ‚more more more...future’. Land der Paradoxe, ebenso reich an Ressourcen wie arm und gequält, löst der Kongo üblicherweise Schlagzeilen, geheucheltes Mitgefühl oder merkantile Gier aus. (...) Nach mehreren Arbeiten zur Geschichte seiner Heimat wendet sich der Künstler heute der Zukunft zu. Er bedient sich diesmal beim Ndombolo, eine Popmusik, welche die Nachtclubs in Kinshasa dominiert. Gemeinsam mit dem Musiker Flamme Kapaya verwandelt er die populären Rhythmen in einen Protestpunk, der den Flitter, den Glitter, die dicken Autos, die Bling Bling-Träume hinter sich lässt und zurückfindet zur Wut, zum Aufschrei der Gitarren und der Körper. Es ist zwar ihr Sound, der die Köpfe im Takt nicken lässt, es sind aber vor allem die poetischen Texte von Antoine Vumilia Muhindo und die Körper der Tänzer (Dinozord, Papi Ebotani und Faustin), die uns mitreißen. Vumilia, selbst ein politischer Häftling, durchschaut glasklar die demokratischen Illusionen und Pyrrhussiege und betrachtet die ewige Wiederkehr der Plagen in den Kongo. Seine Worte, die erstaunlich klar und zugleich unglaublich optimistisch sind, finden ihr Echo in der tableauartigen Choreographie. (...)“
Faustin Linyekula gehört zu den herausragenden Künstlern der Demokratischen Republik Kongo. In den letzten Jahren war er regelmäßig mit seinen Stücken zum Festival von Avignon eingeladen, im März 2009 hatte seine Inszenierung von Bérénice an der Comédie Française in Paris Premiere. In den Texten von Antoine Vumilia Muhindo heißt es: „Du verdienst Besseres als vage Schatten von Versprechen,/ Besseres als Schlagzeilen und geheucheltes Mitgefühl,/ Besseres als Ersatz, Besseres als Geld. Du hast ein Recht auf Zukunft.“ (Wie die Propheten) „Und dann drehen wir den Mythen den Hals um,/ Lynchen die Idole, verbrennen die Ikonen,/ Trennen die Dogmen der selbstzerstörerischen Systeme auf./ Ja genau, und wir zetteln ein ziemliches Tohuwabohu an,/ Ein göttliches Halligalli…“ (Also sang Zarathustra)
25.05.2009
Teppichflugversuch
Noch tüffelt der Schweizer Industriedesigner Beat Karrer an dem Fliegenden Teppich, der das Dach über der Konzertbühne des Festivalzentrums bilden wird. Ein Stoffmuster, das er an die Wand seines Studios in Zürich hängte, ist immerhin beinahe geflogen und schlussendlich auch gelandet. Die große Version wird glücklicherweise nicht mit Klebestreifen befestigt werden: Es handelt sich um eine Bauplane, die Karrer gestaltet und bedruckt.
19.5.2009
T-Shirt Abo ausverkauft
Das erste T-Shirt-Abo in Deutschland ist nach rund 250 Bestellungen innerhalb zehn Wochen ausverkauft. Das Projekt des Internationalen Festivals Theaterformen feiert das T-Shirt als Kunstform: Junge Graphiker und Designer haben exklusiv vier T-Shirts für den Auftritt in der Stadt entworfen. Das letzte T-Shirt aus der Serie wird Anfang Juni an die Abonnenten ausgeliefert. Einzelbestellungen der vorhandenen Restgrößen sind möglich, solange der Vorrat reicht.
Kleine Kunstfeuerwerke, so überraschend und vielfältig wie das Festival-Programm: Stefan Marx, Dan Has Potential, Miruki Tusko & Dennis Tyfus und die Lowrider All Stars (Grotesk, Drawing PLan, Michel Fr, Giom & Lowrider) haben die vier T-Shirts entworfen. Gedruckt wurde von Hand auf American Apparel T-Shirts. Das Abo für vier T-Shirts in der Wunschgröße von März bis Juni kostete 69,-€ inkl. Versand. Kuratiert wurde das Projekt von T-Shirt Monthly
Solange der Vorrat reicht, können Einzelexemplare für 22,- € inkl. Versand bestellt werden. Es sind aber leider nicht mehr alle Größen vorhanden!
Bestellungen und weitere Infos: mailto:tshirt@theaterformen.de
18.5.2009
Geniestreich im Kino und Theater
Bereits im Vorfeld des Festivals Theaterformen wird die Inszenierung „Schukschins Erzählungen“, die am 18. und 19. Juni im Schauspielhaus Hannover gastiert, als „Geniestreich“ gefeiert. In Hannovers Kino im Künstlerhaus beginnt am heutigen Montag, 18. Mai, eine Reihe mit vier Filmen des sowjetischen Autors, Regisseurs und Schauspielers.
Zum Gastspiel bei den Wiener Festwochen schreibt Georg Petermichl auf www.nachtkritik.de über die Koproduktion der Festwochen und Theaterformen: „ Alvis Hermanis, Träger des Europäischen Theaterpreises 2007, gilt als akribischer Beobachter des Alltags. Wiederholt hat er sich die jüngere Vergangenheit seines Landes zum Thema genommen. Mit seiner Bearbeitung von Wassili Schukschins Kurzgeschichten führt er diese Arbeit fort. (...) Insgesamt lässt sich Alvis Hermanis neueste Produktion als Geniestreich verbuchen. (...) Acht Schauspieler verstricken ihre Charaktere in das Streben nach Liebe, Anerkennung, Luxus oder auch Heimat. Liebevoll changieren sie im Mix aus Slapstick, Ausdruckstanz, Erzähl- und Posentheater, während ihre Wunschvorstellungen auf unbändigen Stolz, auf Vorurteile, Trägheit oder Borniertheit prallen. Jewgeni Mironow und Chulpan Hamatowa sind die beiden Stars dieses gefühlvoll inszenierten Abends.“
Auch in seinen Filmen zeigt sich Schukschins Vorliebe für die stillen Helden des Alltags, die ihn vor seinem Tod 1974 in der Sowjetunion und der DDR bekannt machte, während er in der Bundesrepublik weitgehend unbekannt blieb. Hannovers Kino im Künstlerhaus zeigt (jeweils um 18 Uhr) am 18.5. „Euer Sohn und Bruder“ (1966) über einen Bauernsohn, der nach einer Gefängnisstrafe überraschend in sein Heimatdorf zurück kommt. Am 25.5. steht „Seltsame Leute“ (1969) auf dem Programm – als Grundlage dienten drei Erzählungen. Am 2.6. gibt es „Reisebekanntschaften“ (1972/73), ein Roadmovie über den sibirischen Bauern Iwan auf einer Eisenbahnfahrt ans Schwarze Meer. Am 8.6. wird Schukschins berühmtester Film „Roter Holunder“ (1974) gezeigt. Der Dieb Jegor Prokudin beginnt im Gefängnis eine Brieffreundschaft mit der Bäuerin Ljuba und versucht an ihrer Seite ehrlich zu werden. Doch seine Vergangenheit lässt ihn nicht los...
15.5.2009
Theaterformen City-Szene
Das sechs Meter hohe Banner für die Eröffnungspremiere "Taoub" im Theater am Aegi hängt.
6.5.2009
Das neue T-Shirt für Mai ist da!
Die Farbe Gelb: Cindy Laupers 80iger Jahre-Outfits, die Simpsons, Zitronen-Wackelpudding, Filme, die Krzysztof Kieślowski nie gedreht hat... Der Trendton der letzten Saisons lebt definitv von cheesy charm und dass Michelle Obama jüngst in einem zitronengelben Kleid aufgetaucht ist, hat den Spaß eher verdorben. Dagegen stellt das neue T-Shirt des Theaterformen-Abos für Mai die Underground-Würde wieder her: gelb, neongelb, neonpink - demnächst in Ihrem Briefkasten!
30.4.2009
215 Interviews über Großeltern
Der Schweizer Regisseur Mats Staub befragt Enkel nach ihren Großeltern. In 215 Interviews hat er bisher rund zwölf Stunden Hörmaterial zusammen getragen - die letzten im Laufe des April in Hannover. Im Rahmen der Theaterformen findet die Deutschlandpremiere von "Meine Großeltern" am 12.Juni in der Cumberlandschen Galere statt. Mats Staub kehrt für das Festival nach Hannover zurück. Dann kann erneut jeder zu dem wachsenden Archiv beitragen, der etwas über seine Familiengeschichte erzählen möchte und ein Jugendfoto der Großeltern mitbringt.
17.4.2009
Festival-Programm 2009 vorgestellt
Festival Theaterformen 2009 mit 15 internationalen Produktionen
11 Deutsche Erstaufführungen – Schwerpunkt „Urbane Akteure“
300 Künstler. 15 Produktionen in 12 Tagen aus 11 Ländern. 8 Konzerte und Parties, 1 Tagung, 1 T-Shirt-Abo. Das Festival Theaterformen ist zurück in Hannover. Die 10. Ausgabe vom 10. – 21. Juni gibt einen Einblick in die Vielfalt des zeitgenössischen internationalen Theaters mit 11 deutschen Erstaufführungen und einer Uraufführung. Die Produktionen stammen aus Argentinien, Deutschland, England, Frankreich, Kongo, Marokko, Holland, Russland, Spanien und der Schweiz. Die neue Festival-Leiterin Anja Dirks stellte das Programm am Freitag auf einer Pressekonferenz im Schauspiel Hannover vor. Theaterformen ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Staatstheater Braunschweig und Hannover, unterstützt durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, die Städte Braunschweig und Hannover, die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und die Stiftung Niedersachsen. Es findet im jährlichen Wechsel in Hannover und Braunschweig statt.
Die Eröffnungspremiere im Theater am Aegi mit „Taoub“ ist eine Gemeinschaftsarbeit der marokkanischen Groupe acrobatique de Tanger mit dem französischen Regisseur Aurélien Bory. Verträumte Bilder und spektakuläre Artisten-Nummern machten die Produktion zu einem riesigen Erfolg des Nouveau Cirque. Mehrere Projekte finden im Stadtraum von Hannover statt. Die belgische Compagnie Marius baut für „Alle die da fallen“ von Samuel Beckett eine Holztribüne im Georgengarten auf und zeigt als nachmittägliches Freiluft-Theater ihre "unmissverständliche Aufführung von Becketts zweideutigem Hörspiel“. Der junge niederländische Regisseur Dries Verhoeven inszeniert Theater in Form eines Stadtrundgangs: Von einem fremden Führer geleitet, bekommt je ein Zuschauer eine sehr besondere Führung durch die Straßen um den Hauptbahnhof. Verhoeven erarbeitet für Theaterformen eine neue Hannoveraner Fassung von „Niemandsland“.
Die französische Gruppe Vivarium Studio zeigt zwei Produktionen im Schauspielhaus, „L'Effet de Serge“ und „La Mélancholie des dragons“. Der Regisseur Philippe Quesne macht Theater mit starken Bildern, einfachen Geschichten und trockenem Humor. Der lettische Regisseur Alvis Hermanis, der 2004 bei den Theaterformen mit „Revizor“ zu Gast war, zeigt diesmal „Schukschins Erzählungen“ mit den russischen Schauspielstars Jewgeni Mironow und Chulpan Hamatowa („Good bye Lenin“). Die Geschichten des sowjetischen Kultautors Wassili Schukschin erzählen von einfachen Menschen und verhinderten Helden im ländlichen Russland. Als starke Regiehandschrift aus Deutschland ist „Der Prozess“ von Andreas Kriegenburg zu sehen; die Produktion der Münchner Kammerspiele wurde auch zum Berliner Theatertreffen 2009 ausgewählt. Das junge schauspielhannover und die Berliner Performancegruppe andcompany.Co bringen in Koproduktion mit dem Festival Theaterformen eine Uraufführung heraus. „City Circus“ entsteht mit über 15 Hannoveraner Jugendlichen. Im Mittelpunkt des dadaistisch inspirierten Anti-Zirkus stehen die Themen Müßiggang, Faulheit und Nichtstun.
Aus dem Kongo kommt der Tänzer und Choreograph Faustin Linyekula mit „more more more... future“. Aus der energiegeladenen Musikrichtung Ndombolo hat er ein szenisches Konzert über die Zukunftshoffnung afrikanischer Jugendlicher entwickelt. „La Omisión de la Familia Coleman“ von Timbre 4 ist eine weitere Entdeckung aus der lebendigen Theaterszene von Buenos Aires. Das Kammerspiel erzählt den tragikomischen Verfall einer Familie. Der junge Schweizer Thom Luz spürt in seiner Debüt-Inszenierung „Patience Camp“ der missglückten Polarexpedition von Henry Shackleton 1913 nach. Die spanische Performance-Spezialistin Cuqui Jerez meditiert über die ureigensten Mittel des Theaters, namentlich über das Probieren in „The Rehearsal“. Ein Late-Night-Cabaret im Stil der 1920iger Jahre und in surrealer Stummfilm-Ästhetik bietet die Gruppe 1927 mit ihrer ersten umfassenden Produktion „Between the Devil and the Deep Blue Sea“. Das spanisch-britische Duo Rosa Casado und Mike Brookes baut für eine Nacht in die Eingangshalle des Neuen Rathauses Hannover ein Stadtmodell aus Eis. „Some things happen all at once“ ist eine Performance zum Thema Energie und Nachhaltigkeit bietet den Zuschauer die Möglichkeit zur Intervention – sie haben die Möglichkeit, das Schmelzen der Eisstadt aufzuhalten.
Während des gesamten Festivals ist „Meine Großeltern“ von Mats Staub zu sehen. Der Schweizer Regisseur hat Kindheitserinnerungen, Familienlegenden und (lückenhaftes) Faktenwissen gesammelt - von Enkeln aus der Schweiz, aus Österreich und aus Hannover. Mit Jugendfotos der Großeltern an den Wänden und den Erzählungen auf ausleihbaren i-Pods wird die Cumberlandsche Galerie im Schauspielhaus zur Galerie der Erinnerung. Unter dem inhaltlichen Schwerpunkt „Urbane Akteure“ verfolgt das Festival die Frage, wie Menschen sich selbst inszenieren und die Stadt als tägliche Bühne nutzen. Ein T-Shirt-Abo mit vier exklusiv für das Festival Theaterformen entworfenen T-Shirts als abwechslungsreiche „urbane Uniform“ gehört hier ebenso dazu wie die Tagung „Stadtraum und Inszenierung“ in Zusammenarbeit mit der Universität Hildesheim und hub:kunst.diskurs e.V.
Im Hof des Schauspielshauses errichtet der Schweizer Industriedesigner Beat Karrer ein Dach in Form eines fliegendes Teppichs, der eine Konzertbühne mit der Cumberlandschen Galerie verbindet. Auf der Bühne gibt es eine Reihe von Konzerten – Open Air und bei freiem Eintritt mit Super 700, Die Sterne, Jacques Palminger & The Kings of Dub Rock, Tex & Erobique, Stereo Total, Russendisko, Mariahilff, Tillomat und der Fête de la Musique.
Der Vorverkauf hat am 17. April begonnen. Karten gibt es an den Kassen des Schauspielhauses und des Opernhauses Hannover.
Kartentelefon: + 49 511 9999 1111
Online-Kartenservice: www.staatstheater-hannover.de
Ermäßigungen: 20 Prozent ab fünf Karten im Vorverkauf sowie für alle Abonnenten der Staatstheater Hannover und Braunschweig; Schüler- und Studententickets für 6 €, Eintritt frei für alle Konzerte und Parties
Der Pressebereich der Homepage enthält Bilder zum Download für Medienvertreter. Akkreditierung unter presse@theaterformen.de
16.4.2009
Programmhefte mit vier Covern
Die Programmhefte von Theaterformen 2009 sind da! Im handlichen
Taschenformat bündelt das Programmheft alles, was der
Festivalbesucher wissen muss. Das Heft gibt es mit vier verschiedenen
Umschlägen - ein Ausdruck der Formenvielfalt des Festivals, das sich
nicht auf eine Anmutung festlegen lässt.
13.4. 2009
Darsteller gesucht
Die niederländische Regisseur Dries Verhoeven kommt für eine Woche
nach Hannover für die Vorproduktion der Hannover-Fassung seines
Projektes "Niemandsland". Er führt Gespräche mit Hannoveranern, die
als Darsteller und mit ihren Geschichten Teil dieses theatralen
Stadtrundgangs werden sollen.
15.5.2009.JPG)
Theaterformen City-Szene
Das sechs Meter hohe Banner für die Eröffnungspremiere "Taoub" am Theater am Aegi hängt. Das "Aegi" zeigt seit den 1950igern Musicals, Kabarett, Konzerte und Galas.