Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs


Milo Rau . Zürich . Schweiz | Berlin . Deutschland

Reise ins Herz der Finsternis der Wohlmeinenden

2015, im Sommer der Migration, rief ein Bild weltweit Entsetzen hervor: Der dreijährige Ailan Kurdi aus dem syrischen Kobane ertrank auf der Flucht vor den Milizen des so genannten Islamischen Staates im Mittelmeer und wurde an der türkischen Küste angespült. Eine Welle der Betroffenheit erfasste Politiker_innen, Intellektuelle und Facebook-Timelines. Januar 2018, das türkische Militär beginnt mit deutschen Waffen die syrische Provinz Afrin zu bombardieren. Das öffentliche Bestürzen bleibt aus. In Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs erkundet Milo Rau das widersprüchliche Terrain zwischen westlicher Selbstgerechtigkeit und dem Elend der Anderen. Ausgehend von Interviews mit NGO-Mitarbeiter_innen, Geistlichen und Kriegsopfern in Afrika und Europa loten die Schauspielerinnen Ursina Lardi und Consolate Sipérius die Grenzen der bürgerlichen Moral und des europäischen Humanismus aus. Kommt es am Ende etwa nur darauf an, wer die Maschinengewehre hat?
Cool-down nach der Vorstellung 10.06.

Regie Milo Rau Mit Ursina Lardi . Consolate Sipérius Bühne . Kostüm Anton Lukas Video . Sound Marc Stephan Dramaturgie Florian Borchmeyer Mitarbeit Recherche . Dramaturgie Mirjam Knapp . Stefan Bläske Licht Erich Schneider Produktion Schaubühne am Lehniner Platz  

Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Gastspielförderung Theater, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, sowie den Kultur- und Kunstministerien der Länder


Staatstheater Kleines Haus


10.06. 17:00 Uhr

11.06. 19:00 Uhr

Eintritt VVK 18 Euro . AK 20 Euro
Ermäßigt VVK 9 Euro . AK 10 Euro
Einführung 11.06. 18.30 pm . Foyer Kleines Haus
Gespräch nach der Vorstellung 11.06.
Dauer 1h45 . keine Pause
Sprache Deutsch und Französisch mit englischen und deutschen Übertiteln. Weitere Sprachen mit Übersetzungsbrille

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