A GATHERING IN A BETTER WORLD

Jess Thom / Touretteshero // Edu O. // Alexandrina Hemsley / Yewande 103

London, Salvador, London

A GATHERING IN A BETTER WORLD schafft einen Raum zum gemeinsamen Erträumen und Ausprobieren einer besseren Welt. Im Rahmen eines internationalen Projektes des Goethe-Instituts lädt das Festival Theaterformen Jess Thom / Touretteshero, Edu O. und Alexandrina Hemsley / Yewande 103 ein, Räume im Großen Haus des Staatstheaters Braunschweig zu besetzen. 
So kommen drei Handschriften, die von den individuellen Erfahrungen und Praktiken der Künstler*innen geprägt sind, zum Ausdruck. Ein diverses Programm macht die Expertise von Menschen mit Behinderung sichtbar und stellt ihre Perspektiven in den Fokus. 
Erforsche Deinen Weg in eine bessere Welt! Knüpfe das Netz, das uns verbindet, komm zu einer Tanzperformance oder einem Gespräch von Künstler*innen mit Behinderung. Kreiere einen Raumanzug und nimm an einem Weltraumspaziergang teil oder besuche eine Filmvorstellung. Wir laden Menschen in jedem Alter zum Zuschauen, Erleben und Proben einer besseren Welt ein.
 Laut der Behindertenrechtsaktivistin Alice Wong bilden behinderte Menschen die Orakel der heutigen Zeit. Gemeinsam wagen wir den Blick in eine Zukunft, die alle miteinbezieht.

A GATHERING IN A BETTER WOLRD ist eine Kooperation mit dem Goethe-Institut. Dem Auftakt-Gathering in Braunschweig folgen weltweit weitere in Johannesburg, Montevideo, Shanghai und Kyoto.

Folgt @gatheringbetterworld auf Instagram für mehr Infos!

Journey To A Better World

Touretteshero wurde von Jess Thom und Matthew Pountney mit dem Ziel gegründet, durch Kunst eine gleichberechtigte Welt für behinderte und nicht-behinderte Menschen zu schaffen. Als Teil der Hochrisikogruppe hat sich Jess Thom während der Coronavirus-Pandemie für 24 Monate isoliert – ihr Zuhause hat sie sich in dieser Zeit als Raumschiff vorgestellt; mit ihren Freund*innen, Kolleg*innen und ihrer Katze als Besatzung.
Am 07. Juli landet das Raumschiff Biscuit (Keks) im 1. Rang des Staatstheaters Braunschweig. Behinderte und nicht-behinderte Astronaut*innen in jedem Alter sind eingeladen, sich auf eine Reise durch Raum und Zeit zu begeben. Wie kann und soll die Welt nach der Pandemie aussehen? In kreativen Begegnungen, Gesprächen und interaktiven Erfahrungen malen wir uns eine Zukunft aus, die alle Formen von Körpern, Denken und Erfahrungen einschließt. Alle sind willkommen, die Journey To A Better World (Reise in eine bessere Welt) mit uns zu gestalten. Tarik Elmoutawakil tritt der Besatzung des Raumschiffs als Gastkünstler bei.

Nunca Mais Abismos

Die Geschichte behinderter Menschen beharrt auf einer einzigen Erzählung von Gewalt und Ausgrenzung, die uns entmenschlicht. Unermüdlich werden behinderte Menschen daran erinnert, dass sie in Abgründe geworfen wurden.
Nunca Mais Abismos (Nie wieder Abgründe) behauptet, dass wir die Orte, die wir besetzen, bereits verändern. Wir hinterfragen die wiederkehrende Entmenschlichung und erzählen eine alternative Geschichte, welche die Erfahrung von Behinderung alltäglich macht.
Nunca Mais Abismos wurde vom Tänzer, Performer, Autor und Professor Edu O. in Zusammenarbeit mit anderen brasilianischen Künstler*innen entwickelt. Das Konzept betrachtet Behinderung und Barrierefreiheit als ästhetische Elemente, die zur Wissensproduktion und künstlerischen Kreation beitragen. Ausgangspunkt sind die behinderten Körper der Performer*innen Edu O., Estela Lapponi und Jania Santos.

Words Collect in My Mouth: All Is Fire and Flood 

In einem Raum, weich und einhüllend wie ein Kokon, lädt Künstler*in und Tänzer*in Alexandrina Hemsley / Yewande 103 zu einer Sammlung von Tanzperformances, Filmen, einer Publikation und Workshops ein, die Hemsleys Arbeit von 2020 bis 2022 zusammenfasst. Words Collect in My Mouth: All Is Fire and Flood (Worte sammeln sich in meinem Mund: Alles ist Feuer und Flut) beschäftigt sich mit Zyklen von Wiederherstellung und Rückgewinnung. 
Zusammen mit den Gastkünstler*innen Brian Solomon, Hannah Buckley und Jay X fragt Hemsley, wie wir zur Intimität zurückkehren können. Was bedeutet es, lebendig zu sein und sensibel mit unseren Körpern umzugehen?

Alexandrina Hemsleys Arbeit bewegt sich im Fluss von Tanz, Choreografie, kreativem Schreiben, Vermittlung und Fürsprache. Aus der Motivation heraus, mit Tanz und Gesundheit zu arbeiten und durch Kreativität zärtliche, mitfühlende Begegnungen zu schaffen, gründete Hemsley 2020 die Organisation Yewande 103.


Angaben zur Produktion

Mit Jess Thom / Touretteshero, Edu O., Alexandrina Hemsley / Yewande 103 Dramaturgie (Braunschweig) Lena Iversen Mitarbeit Produktion Nastasia Herzog Ausstattungsassistenz, Technische Koordination Nora Schreiber 

A GATHERING IN A BETTER WOLRD findet statt in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und wird gefördert durch das Goethe-Institut
Mit freundlicher Unterstützung durch die Karin und Uwe Hollweg Stiftung.