Mira Hamdi schüttet sich Lehm über den Kopf. Ihr Körper ist bereits mit Lehm bedeckt. Sie sieht direkt in die Kamera.
Mira Hamdi von hinten. Sie steht vor einer schwarzen Wand, auf der Lehmspuren sind. Ihre Hände sind hinter ihrem Rücken verschränkt.
Mira Hamdi streckt ihre mit Lehm bedeckten Hände zur Kamera aus.

Embryo

Mira Hamdi

Tunis

Ausgehend von den eigenen Erfahrungen stellt die Spoken Word Performer*in Mira Hamdi die Kämpfe von Frauen of Color und der LGBTQ Community in den Mittelpunkt. Hamdi beschreibt tagtägliche Erfahrungen von Unterdrückung als eine Person, die auf verschiedenen Ebenen Diskriminierung erfährt. Was bedeutet es für die eigene Existenz, permanent als „anders“ wahrgenommen zu werden? Die kraftvollen, sich selbst behauptenden Gedichte sind ein Akt der Ermächtigung und der Heilung. Letztendlich sind wir alle aus demselben Material und die uns scheinbar trennenden Unterschiede nur gesellschaftliche Konstruktionen. Für diese gemeinsame Materialität steht auch der geschmeidige Lehm, aus dem Hamdi immer wieder neue Formen modelliert. Die starken Texte verbindet Hamdi mit einer reduzierten aber ausdrucksstarken Bewegungssprache sowie mit den Bildern der Filmemacherin Nao Maltese.

Mira Hamdi gewann 2017 eine künstlerische Residenz für den Dream City Festival-Beitrag, der Teil des Projekts „Tilt Frame“ des Choreographen Boyzie Cekwana war. 2019 zeigte Hamdi bei Dream City die französisch-tunesische Kooperation „Khanka". Außerdem war Mira Hamdi Teil des Poetry Slam Abends der Veranstaltungsreihe „Tashweesh / تشويش“, organisiert vom Goethe Institut Kairo im Jahr 2018. „Embryo" ist die erste in Eigenregie entstehende Performance von Mira Hamdi.


Angaben zur Produktion

Konzept, Regie, Performance: Mira Hamdi / Ankündigungsfotos, Video: Pragma Studio - Nao Maltese