Eine große Plane, die etwas umschließt.
Eine große Plane, auf der zwei Eimer Wasser ausgekippt wurden. Sechs Menschen, die sich darauf bewegen. Manche tanzen und springen, andere sitzen, oder liegen.
Menschen umhüllen sich mit einer großen Plane. Oben ragen Arme und Köpfe von einigen heraus.

Lavagem

Alice Ripoll, Cia REC

Rio de Janeiro

Schaum färbt die Körper, Träume aus Seifenblasen fliegen umher. „Lavagem“ wendet das Waschen ins Metaphorische, den Akt des Reinigens in eine performative und politische Geste. Es ist die neueste Arbeit der brasilianischen Choreografin Alice Ripoll und der Kompanie REC, die soziale Hierarchien und etablierte Beziehungen untersucht - und zu kippen versucht. Denn wenn die Körper glitschig sind, den Halt verlieren und einander nicht fassen können, schaffen sie es vielleicht, die ausbeuterischen kapitalistischen Verhältnisse und rassistischen Zuschreibungen fern zu halten. Und es entsteht etwas Neues: ein Rutschen, Schweben und Gleiten, das die Beziehung von Schauenden und Angeschauten ins Wanken bringt.

Alice Ripoll ist Choreografin, Performerin und Bewegungstrainerin. Ihre Ausbildung absolvierte sie in Rio de Janeiro am Angel Vianna College, einem Zentrum für Tanz und motorische Rehabilitation, und begann 2002 als Choreografin zu arbeiten. Ihr Interesse gilt zeitgenössischem Tanz, Theater, Performance und brasilianischem Urban Dance. 2009 übernahm sie die Leitung der Kompanie Cia REC.


Angaben zur Produktion

Mit: Alan Ferreira, Hiltinho Fantástico, Katiany Correia, Rômulo Galvão, Tony Hewerton, Tuany Nascimento

Regie: Alice Ripoll / Idee: Alan Ferreira / Produktionsleitung: Natasha Corbelino / Corbelino Cultural / Produktions-, Bühnenassistenz: Thais Peixoto / Künstlerische Assistenz: Laura Samy / Musikalische Assistenz: Rodrigo Maré, Helena Bittencourt / Bühne: Raquel Theo / Kostüm: Paula Ströher / Licht: Tomas Ribas / Fotos: Renato Mangolin / Tourplanung: ART HAPPENS

Gefördert durch die NORD/LB Kulturstiftung