5.1.2012

Vorab: Die Braunschweiger Zeitung über unsere Premiere am 31. Mai 2012

100 Bürger spielen ihre Stadt
Festival Theaterformen plant in Braunschweig wieder ein spektakuläres Laien-Projekt
Von Florian Arnold

„Die Perser“ waren gestern, genauer: 2008. Rund 400 Braunschweiger wirkten damals beim Festival Theaterformen als Choristen in der aufsehenerregenden Massen-Inszenierung eines antiken Theaterstücks mit. 2012 lautet das Schlagwort „100 Prozent Braunschweig“. Dahinter verbirgt sich ein Konzept der deutsch-schweizerischen Gruppe Rimini Protokoll. Das dreiköpfige Kollektiv zählt zu den gefragtesten Machern dokumentarischen Theaters in Europa. Bereits 2004 waren Rimini Protokoll bei den Theaterformen in Braunschweig vertreten, mit den Projekten „Brunswick Airport“ und „Sabenation“.
„Diesmal will die Gruppe statistische Fakten über die Stadt in einer theatralen Stichprobe überprüfen und zum Leben erwecken“, erläutert Anja Dirks, künstlerische Leiterin des Festivals, das jährlich wechselnd in Hannover und Braunschweig stattfindet.

Konkreter: Laut dem Referat für Stadtentwicklung sind von 248 867 Braunschweigern 48,8 Prozent Männer und 51,2 Prozent Frauen. 9,7 Prozent sind über 75 Jahre alt, 14,1 Prozent katholisch. „Auf der Bühne werden also 49 Männer und 51 Frauen stehen. Von den Hundert werden zehn älter als 75 und 14 katholischen Glaubens sein“, erläutert Dirks. Gefunden werden sollen die Mitwirkenden mittels einer Kettenreaktion. Rimini Protokoll wählen einen Braunschweiger aus. Der schlägt aus seinem Bekanntenkreis den nächsten vor. Und so weiter, wobei der Filter immer enger wird.
Das 100-Prozent-Projekt sei bereits in Berlin und Karlsruhe gelaufen, erzählt Dirks. Nach Braunschweig ist London an der Reihe. Auf Videoproben von Aufführungen erinnert das Ganze an eine Spielshow. Fragen wie „Wer fährt gelegentlich schwarz?“ beantworten die Mitwirkenden, indem sie sich zu Tortengrafiken sortieren. Zwischendurch gibt es auch Solo- und Spielszenen – ein bunter Strauß Experimentaltheater, der am Ende etwas über das Lebensgefühl einer Stadt aussagen soll und darüber, wie ihre Bürger ticken.

„100 Prozent Braunschweig“ eröffnet die Theaterformen am 31. Mai im Großen Haus. Bis zum 10. Juni werden dann rund 15 internationale Produktionen zu sehen sein. Ein Themenschwerpunkt dieser Festivalausgabe sei das Verhältnis des Einzelnen zur Gemeinschaft. „Das Motto lautet: Raus in die Stadt. Wir planen, Stücke auch vor dem Schloss, in leerstehenden Geschäften und im Museum zu zeigen“, sagt Dirks. Das Theaterzelt im Museumspark gegenüber dem Großen Haus wird es dafür nicht mehr geben. Wohl aber das Festivalzentrum im Theaterpark, wo wieder allabendlich kostenlose Konzerte geboten werden.

Braunschweiger Zeitung vom 21. Dezember 2011

4.7.2011

Theaterformen 2011 resümiert

Die resümierende Pressemitteilung vom 3. Juli 2011:

Festival Theaterformen endet als großer Erfolg

Mit der letzten Aufführung von „L’Invenzione dell’Ascensore – Die Erfindung des Fahrstuhls“ im Holländischen EXPO-Pavillon endet heute die 12. Ausgabe des Festival Theaterformen, das seit dem 22. Juni 20 zeitgenössische Theaterproduktionen von Künstlern aus 19 Ländern auf den Bühnen Hannovers zeigte. Das Festival hatte mehr als 15.000 Besucher, insgesamt 10.091 Zuschauer besuchten die 86 Vorstellungen; das entspricht bei 11.114 angebotenen Karten einer Auslastung von 90 Prozent.
Anna Rispolis Inszenierung auf dem EXPO-Gelände, eine Eigenproduktion des Festivals, gehörte zu den Publikumsmagneten. Alle elf Vorstellungen waren restlos ausverkauft. Ebenso beliebt war Brett Baileys südafrikanischer „Orfeus“, dessen fünf ausverkaufte Vorstellungen die Zuschauer an einen geheimen Ort entführten. Erstmalig in der Festivalgeschichte gastierten die Theaterformen auf der großen Bühne der Staatsoper – vor vollem Haus und mit einem eigens für das Stück zusammengekommenen Chor aus Hannover. Über ein Drittel aller Vorstellungen im Festival waren komplett ausverkauft, für die meisten anderen gab es nur noch Restkarten.
Großer Beliebtheit erfreute sich auch das „Ship O’ Fools“: Insgesamt besuchten über 2.000 Menschen die Installation des kanadischen Künstlerpaars Janet Cardiff und George Bures Miller auf dem Opernplatz. Trotz schlechter Witterung fand auch das Konzertprogramm im Festivalzentrum großen Anklang. Über 4.000 Besucher kamen zu den elf Open-Air-Konzerten.
Anja Dirks, deren Vertrag als künstlerische Leiterin des Festival Theaterformen soeben bis 2014 verlängert wurde, resümiert:
„Wir freuen uns sehr darüber, dass das hannoversche Publikum das Angebot so begeistert angenommen hat. Auch die Künstler waren beeindruckt von der großen Offenheit und den Begegnungen auf dem Festival.“
Die 13. Ausgabe des Festival Theaterformen findet vom 31. Mai bis 10. Juni 2012 in Braunschweig statt.


28.6.2011

Foto vom Festivalfrühstück

Das Festivalfrühstück vom 26.6. - Am Tisch von links nach rechts: Mokhallad Rasem, Omar Ghayatt, Rabih Mroué, Lina Saneh, Anja Dirks, Dejan Kaludjerovic, die Festivalstipendiatinnen Azade Shamiri und Leila Anderson, Christina Galbiati (TricksterP), Festivalstipendiant Denis Biro und Illja Luginbühl (TricksterP).

24.06.2011

Einladung zum Festivalfrühstück

Das erste Festivalwochenende beginnt mit einer Premiere der besonderen Art: Am morgigen Samstag findet das erste Theaterformen-Festivalfrühstück statt. Wir laden Sie herzlich ein, sich um 11 Uhr mit uns und den Künstlern, die momentan zu Gast sind, an den Frühstückstisch in Cumberlandschen Galerie zu setzen. Bei Jontes leckerem Frühstück lassen wir die ersten drei Festivaltage Revue passieren und unterhalten uns über das, was noch kommt. Wer am Samstagvormittag schon verplant ist, der kommt am Sonntag einfach zum zweiten Festivalfrühstück. Derselbe Ort, dieselbe Zeit – andere Künstler.

Samstag, 25. Juni, 11 Uhr
Festivalfrühstück mit Brett Bailey, Béla Pintér, Anna Rispoli, Toshiki Okada, Philippe Quesne und Festivalstipendiaten

Sonntag, 26. Juni, 11 Uhr
Festivalfrühstück mit Mokhallad Rasem, Dejan Kaludjerović, TricksterP, Omar Ghayatt, Rabih Mroué und Lina Saneh und Festivalstipendiaten


Einen guten Start ins Wochenende wünscht Ihnen
Das Theaterformen-Team


22.6.2011

Festival Theaterformen startet mit zwei Uraufführungen und einer Deutschlandpremiere

Heute startet die 12. Ausgabe des Festival Theaterformen, das vom 22. Juni bis 3. Juli 20 Produktionen von Künstlern aus 19 Ländern auf die Bühnen Hannovers bringt. Eröffnet wird Theaterformen 2011 mit der Deutschlandpremiere von Brett Baileys bildstarkem und eindringlichem Orfeus. Unter freiem Himmel und an einem geheimen Ort, zu dem das Publikum mit Bussen gefahren wird, erzählt die Inszenierung des südafrikanischen Regisseurs den antiken Mythos an heutigen Schauplätzen.

Am Donnerstag, dem 23. Juni präsentiert Theaterformen zwei Uraufführungen. Die italienische Künstlerin Anna Rispoli erweckt in L’Invenzione dell’Ascensore – Die Erfindung des Fahrstuhls den Holländischen EXPO-Pavillon zu neuem Leben. Im Schauspiel Hannover feiert Pièce pour la technique du Schauspiel de Hanovre Premiere, ein Bühnenstück für Theatertechnik, das der französische Regisseur Philippe Quesne für und mit den technischen Abteilungen des Hauses entwickelte.

Am Tag des Festivalstarts sind zwei Drittel der Karten verkauft oder reserviert. Für die Produktionen Orfeus, L’Invenzione dell’Ascensore, Made in Paradise und Drømmen gibt es nur noch Restkarten. Mehrere Vorstellungen von h.g., Sweet und Toneel aus der Reihe U18 – Theaterformen für ein junges Publikum sind bereits restlos ausverkauft.

Das Konzertprogramm im Festivalzentrum eröffnet die Berliner Elektropop-Gruppe Jeans Team am 22. Juni um 21.30 Uhr. Es folgen zehn weitere Konzerte, u.a. von den Aeronauten, Kreidler, Jochen Distelmeyer und Andreas Dorau, unter freiem Himmel und bei freiem Eintritt.

Theaterformen ist eines des größten Festivals für internationales, zeitgenössisches Theater in Deutschland und findet im jährlichen
Wechsel in Hannover und Braunschweig statt.


21.6.2011

Fête de la Musique

Heute wird überall in Hannover die Fête de la Musique gefeiert. Die Theaterformen-Bühne im Innenhof des Schauspielhauses ist startklar. Hier ist das Line-up:
15:00 Uhr Onnoma (Underground-Pop Rock)
16:00 Uhr Ponto (Rock, Psychedelic, Alternative)
17:00 Uhr Tento (Pop, Indie)
18:00 Uhr Liquor Store (Rock, Pop)
19:00 Uhr Veras Kabinett (Independent, Kunstlied
20:00 Uhr Menina Loop (Trip-Hop, Atmo-Electro, Pop)


--> Fête de la Musique

21.6.2011

Erstes Treffen des Velma Chors

Der Hannoveranre Chor für "Velma Superstar" beginnt morgen zu proben. Aber bis zum großen Finale am 2.7. ist es ja noch ein bisschen hin.

17.6.2011

Das SHIP O' FOOLS ist da!

Heute morgen um 6 Uhr auf dem Opernplatz:

17.6.2011

Kartensonderverkauf am 18. Juni

Am Samstag, den 18. Juni verkaufen wir für ausgewählte Vorstellungen Karten zum Sonderpreis von 11 € und beraten bei der Zusammenstellung des persönlichen Festivalfahrplans: Von 9:30 Uhr bis 14 Uhr am Lindener Marktplatz vor der Post, von 10 Uhr bis 14:30 Uhr beim Lister Meile Fest und von 18 Uhr bis Mitternacht im Landesmuseum bei der Nacht der Museen. Und diese Vorstellungen haben wir im Angebot:

Pièce pour la technique du Schauspiel de Hanovre
DO 23.6. und FR 24.6., 19:30 Uhr, Schauspielhaus

Miststück
FR 24.6., und SA 25.6., 19 Uhr, Cumberlandsche Bühne

Das Leben der Riesenschildkröten in Schallgeschwindigkeit
FR 24.6., 21 Uhr und SA 25.6., 18 Uhr, Ballhof Eins

Big Bang
SO 26.6., 19:30 Uhr, Schauspielhaus

Photo-Romance
DO 30.6., 19:30 Uhr, Cumberlandsche Bühne

The Select
DO, 30.6., FR 1.7. und SA, 2.7., 19 Uhr, Schauspielhaus

Your Brother. Remember?
SA 2.7. und SO 3.7., 19:30 Uhr, Cumberlandsche Bühne

Velma Superstar
SA 2.7., 21 Uhr, Oper

Sweet (für Zuschauer ab 8 Jahren)
SA 2.7., 11 und 16 Uhr, SO 3.7., 11 und 16 Uhr, Kulturzentrum Faust


10.6.2011

"The Select" - fulminanter Tourauftakt in Wien

„Selten wurde Stillstand, das süße, sinnlose Leben wohlhabender Nichtstuer, die Leere der Party- und Barfly-Gesellschaft so schön in Szene gesetzt wie von John Collins“, schreibt der Wiener Kurier über die New Yorker „Kultcompany“, die mit dem Hemingway-Klassiker nach Fitzgeralds „Der große Gatsby“ und nach Faulkners „The Sound and the Fury“ nun die dritte große Romanadaption zeigt. Wir freuen uns besonders auf die Trinkgelage und Stierkämpfe, die am 30.6. und am 1. und 2. im Schauspielhaus ausgetragen werden!

4.6.2011

DIE FRANKFURTER RUNDSCHAU ÜBER "DAS LEBEN DER RIESENSCHILDKRÖTEN"

„Die Kunst von chelfitsch ist eine Kunst radikaler Kunstlosigkeit. Fünf japanische Schauspieler sitzen, stehen, liegen in einem nur mit einigen Sesseln und einem Tisch möblierten Raum. Motivationslos erzählen sie von ihren Träumen und Tätig...keiten, einen erkennbaren Zusammenhang hat „The Sonic Life of a Giant Tortoise“ nicht. Die Rede springt wie die Identität dieser Figuren, ihre Bewegungen sind genau so vom semantischen Gehalt ihrer Worte abgekoppelt wie die Zwischenspiele untereinander. Im Mittelpunkt steht ein Alltag, der in seiner Ereignislosigkeit beinahe absurde Züge annimmt. Die Vorstellung, mit einer U-Bahn immer weiter ins Erdinnere vorzudringen, wird zum Sinnbild eines Lebens, das an der Oberfläche gähnend leer ist, sich aber in permanenter Anspannung befindet.
„Der Alltag ist letzten Endes unser größtes Problem“, sagt einer der Darsteller gegen Ende des 90-minütigen statuarischen Spiels, das in seiner Grunddynamik an die Melancholie und Resignation in den Stücken Tschechows erinnert. Dessen drei Schwestern haben mit diesen fünf Japanern einiges gemein, am deutlichsten wird das im permanenten Wunsch zu verreisen. Doch sie befinden sich in einem geschlossenen System, im Falle einer Katastrophe gibt es keinen Notausgang. Entwickelt wurde das Stück noch vor der Kernschmelze in Fukushima, Hinweise darauf fehlen im Stück deshalb ganz. Beim Zuschauer legen sich die jüngsten Ereignisse aber wie eine Folie über den Abend, er wird zu einer Blaupause für die verstörenden Bilder aus Japan und dem Umgang der Menschen mit der Katastrophe. „
Frankfurter Rundschau

26.5.2011

Berliner Zeitung am 26. Mai über Janet Cardiff und George Bures Miller

„Ihr "Ship O'Fools" nimmt den Besucher in sich auf wie in ein Traumreich, doch schaltet es dessen Kopf und Augen dabei nicht auf Schongang, sondern bringt beides gehörig ins Wanken. Hier sitzen menschliche Figuren in leeren Holzräumen, doch nachdenklich und in Miniaturformat. Wie durch eine kleine Weltausstellung, die künstlerische, wissenschaftliche und alltägliche Funde und Artefakte vereint, arbeitet man sich durch ein bizarres Labyrinth: Da dreht sich im Nebel ein Rad aus Sieben und Gabeln , die wie archaische Sensoren durch die Luft greifen, um das Wertvollste daraus zu filtern. Daneben gespenstige Unterwasserwelten, die auch apokalyptische Überwasserwelten sein könnten und trotz ihrer Kleinheit überwältigend groß erscheinen. Immer wieder: Schaukeln und Mechanismen, die eine Balance der Kräfte herstellen und verlieren. Das "Narrenschiff" ist eine herrlich verschrobene, umfassende Reise in die Welt der Mechanik und Metaphysik. Ein Denkspiel über die Gegenkräfte des Erschaffens von und zwischen Mensch und Natur. Ein Memento mori, traurig aber nie.“

26.5.2011

T-Shirt Abo ausverkauft

Das T-Shirt Abo 2011 ist ausverkauft! 210 Abonnenten freuen sich noch bis Juni auf die monatliche Mode-Wurfsendung. Alle anderen dürfen auf den T-Shirt-Abo-Schlussverkauf beim Festival hoffen. Am Info-Counter im Festivalzentrum bieten wir einzelne Restexemplare – auch aus den Vorjahren – zum Verkauf an. Unverkäuflich, aber erhältlich für Mitglieder des Freundeskreises ist hingegen das exklusive Festival-T-Shirt, das sonst nur den Mitarbeitern und Künstlern vorbehalten ist.

25.5.2011

Die HAZ über "Die Erfindung des Fahrstuhls" im Holländischen Pavillon

Ronald Meyer-Arlt hat Anna Rispoli, Lotte Lindner & Till Steinbrenner bei den Proben im Holländischen Pavillon auf dem ehemaligen Expo-Gelände besucht.

ZUM ARTIKEL DER HAZ

8.5.2011

Ansteck-Pin zu verschenken

Wir verschenken unseren neuen Theaterformen-Pin! Die kleine schmucke Anstecknadel in den Festivalfarben Rot und Weiß gibt es exklusiv – solange der Vorrat reicht – beim Ticketkauf an den Kassen des Schauspielhauses und der Oper.

11.04.2011

"Mythen am Lagerfeuer"

Die HAZ über das Programm der Theaterformen 2011.

Website HAZ

18.3.20111

Email aus Tokio

Die japanische Compagnie chelfitsch war 2010 bei Theaterformen zu Gast. Auch in diesem Jahr haben wir ein Stück des Regisseurs Toshiki Okada im Festivalprogramm. Wenn wir also, wie derzeit jeder, mit Angst und Sorge nach Japan schauen, dann haben wir besonders diese Menschen im Sinn. Die Theaterproduzentin Akane Nakamura ist die Managerin von chelfitsch. Sie schickte die unten zitierte Email am Dienstag, den 15. März an Freunde und Kollegen in Europa. Die Süddeutsche Zeitung druckte sie am 17. März auf Seite 11 ab.

Wir möchten uns ihrer Bitte anschließen und um Spenden für Japan bitten. Auf der unten stehenden Website des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen / DZI finden Sie eine Liste mit zertifizierten Organisationen, die für Japan Spenden sammeln. Kein Land der Welt kann eine Katastrophe wie diese alleine bewältigen. Bitte helfen Sie.


E-Mail aus Tokio

„Ihr Lieben, vielen Dank für Eure Nachricht. Ich habe beinahe geweint, als ich Eure E-Mails bekam. Unsere Mitarbeiter, meine Verwandten und Freunde sind physisch alle unversehrt. Aber ich bin mir nicht sicher, wie unversehrt wir psychisch geblieben sind. Und weil ich glaube, dass unser guter psychischer Zustand doch in Relation zu den physischen Dingen steht, versuche ich nun beides zu bewahren.

Ich bin sehr froh, von Euch zu hören. Diese E-Mails geben mir sehr viel Mut. Gleichzeitig finde ich keine Worte, um Euch zu beschreiben, wie wir uns in den letzten Tagen gefühlt haben. Ich war wohl vor allem deprimiert, über all das, was ich gehört und gesehen habe, was da über Ustream, über Twitter und über das Fernsehen über uns hereinbrach. Ich hoffe, dass ich mich bald schon wieder so weit konzentrieren kann, dass ich meine Arbeit tun kann. Wie Ihr sicher wisst, verändert sich unsere Lebenssituation in Japan fast jede Minute. Jeder hat ein anderes Leben, lebt in einer anderen Realität, hat andere, schwerwiegende Probleme. Jeder hat diese Tage im Chaos seiner Gefühle verbracht. Jeder hier hat große Furcht und Angst. Viele finden den Mut, wenigstens das zu tun, was sie können. Mal ganz abgesehen von den Menschen, die gerade versuchen, die nukleare Krise in den Griff zu bekommen.

Es gibt immer noch Nachbeben. Auch in Tokio. Die Angst vor der Strahlung und der nuklearen Katastrophe hat alle erfasst. Dazu kommen die Rolling Blackouts, die nun auch Tokio betreffen. Während der Blackouts fahren keine Züge, die Geschäfte bleiben zu. So sind auch all die Dinge zum Erliegen gekommen, mit denen wir sonst unser Leben bestreiten. Viele Menschen werden nun bald ihre Arbeit ganz verlieren.

Die meisten Menschen in Tokio (aber nicht nur hier) sind aber schon jetzt verseucht von der Panik, die die Medien verbreiten. Daher sind den Geschäften schon die nötigsten Dinge zum Leben ausgegangen. Dinge wie Reis, Brot, Batterien und Taschenlampen findet man fast nirgendwo. Sicher können wir mit weniger Nahrungsmitteln und Energie auskommen. Doch die Angst vor dem Hunger und der Dunkelheit ist größer als die Einsicht. Gleichzeitig versuchen wir natürlich, Energie zu sparen. Damit die Aufräumarbeiten in den Katastrophengebieten mit Strom versorgt werden können. Und damit die Energieversorgung nicht ganz zusammenbricht.

Die sozialen Medien haben uns bis jetzt Zuversicht und Zusammenhalt gegeben, aber nun fragen wir uns, ob wir damit nicht einfach unseren Strom verschwenden. Doch gerade über die sozialen Medien bestärken wir uns gegenseitig - auch in den wenigen kleinen Dingen, die wir beitragen können, wie Energie zu sparen. Und in unserem unbedingten Willen, die wirtschaftlichen Aktivitäten unserer Stadt Tokio nicht ganz erlahmen zu lassen. Wenn es nur nicht so wenig wäre, was wir tun können! Ich bin ein Mensch des Theaters. Doch ich habe nach der Katastrophe jedes Bedürfnis verloren, mir ein Theaterstück anzusehen. Und doch überlege ich, was ich als Theaterproduzentin nun für die Zukunft beitragen kann. Mein Werteverständnis ist jetzt schon ein anderes als vor der Katastrophe. Ich kann die Welt nicht mehr so sehen und fühlen, wie ich sie vorher gesehen und gefühlt habe. Ich glaube nicht, dass sich meine künstlerischen Maßstäbe verändert haben oder mein Geschmack und meine Vorlieben. Ich habe auch keine Sekunde daran gedacht, das Theater zu verlassen. Und doch muss ich nun einen neuen Weg und eine neue Aufgabe finden, an der ich arbeiten kann.

Das Theater muss nun etwas für diese Gesellschaft und für diese Gemeinschaft tun. Darf ich Euch noch um etwas bitten? Stellt in Euren Aufführungen eine Spendenschachtel auf. Setzt Spendenlinks auf Eure Webseiten. Macht Eurem Publikum, Euren Künstlern und Eurer Gemeinde deutlich, was Spenden aus aller Welt nun für dieses Land bedeuten.

Ich danke Euch, dass Ihr diese lange Nachricht gelesen habt. Ich hoffe, Euch bald zu sehen.

Herzlich, Eure Akane“

Website des DZI

3.2.2011

T-Shirt Abo 2011

Es ist wieder soweit: Das T-Shirt Abo geht in die dritte Runde. Wir haben vier junge Designerinnen aus aller Welt eingeladen, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Die Motive sind neu, die Spielregeln bleiben die Gleichen: Von März bis Juni bekommt man monatlich ein exklusiv designtes T-Shirt in den heimischen Briefkasten geliefert. Die Motive werden in limitierter Auflage auf Shirts der Marke American Apparel gedruckt. Design und Farbe bleiben bis zum Öffnen des Umschlags ein Geheimnis. Ein Abo umfasst vier T-Shirts und kostet 69 € inkl. Versandkosten. Tragbare Kunst zum Immer-wieder-Tragen – ab sofort hier zu bestellen.

26.6.2010

Resümee Theaterformen 2010

Das Festival Theaterformen vom 2. bis 12. Juni 2010 in Braunschweig hatte über 10.000 Besucher. Etwa 4500 Zuschauer nahmen das Rahmenprogramm wahr: Die Filmreihe "Archiv möglicher Zukunft im Universum Filmtheater, das Themenwochenende "Die Gegenwart des Anderswo im Jetzt" in den Foyers des Staatstheaters und die 11 Konzerte bei freiem Eintritt im wunderschönen Festivalzentrum Gartenhaus Haeckel. 180 T-Shirt-Abonnenten trugen die Designs aus Deutschland, Argentinien, Japan und Südafrika. 11 Nachwuchskünstler aus Australien, Brasilien, Togo, dem Kongo, Südafrika, Mozambique, der Türkei, Lettland und England begleiteten als Festivalstipendiaten das gesamte Programm. Im Mittelpunkt aber standen natürlich die 49 Vorstellungen von 16 Inszenierungen aus 12 Ländern, die von rund 6000 Theaterbesuchern erlebt und gefeiert wurden. Die Auslastung des Platzangebots lag damit bei 74 Prozent.

Die nächste Ausgabe des Festivals Theaterformen findet vom 22. Juni bis 3. Juli 2011 in Hannover statt.


11.6.2010

HAZ über

Kurioses Zwillingstheater bei den Theaterformen

www.haz.de

10.6.2010

Braunschweiger Zeitung über die Festivalstipendiaten

Theater kann das Verschwiegene sagen

Elf Stipendiaten aus aller Welt begleiten das Braunschweiger Festival – Vom Fortwirken des Kolonialismus

www.newsclick.de

10.6.2010

Nachtkritik über "influx Controls 2: O the 12th Night of Never, I will not be held Black"

nflux Controls – bei den Braunschweiger Theaterformen zeigen ein südafrikanisches Panorama gesellschaftlicher Zerrissenheit

www.nachtkritik.de

9.6.2010

Nachtkritik

Der erhobene Zeigefinger – Das niederländische Kindertheater TG Max bei den Theaterformen

www.nachtkritik.de

8.6.2010

Tagesspiegel 7.6.2010

"Reise ins Anderswo"

www.tagesspiegel.de

28.5.2010

Produktionsleiter bei Theaterformen

Sven Heier in der Braunschweiger Zeitung

Ein Glas Gurken für Tschechow

22.5.2010

Interview mit Anja Dirks

"Die Theaterforemn starten in Braunschweig"

HAZ

20.5.2010

Kritik zu "Exhibit A - Deutsch Südwestafrika" in den Salzburger Nachrichten

Derzeit in Wien - vom 3. bis 6. Juni in Braunschweig.

"Gespenstische Menschen-Schau bei den Festwochen"

20.5.2010

Kritik zu "Exhibit A - Deutsch Südwestafrika" auf TT.com

Beeindruckende und beeinddruckte Kritik.

(Post-)koloniale Gewalt. Eine Selbsterfahrung

18.5.2010

Interview mit Paul Grootboom und Brett Bailey

"Exhibit A - Deutsch Südwestafrika ist vom 3. bis 6. Juni in Braunschweig zu sehen.

Frankfurter Rundschau

18.5.2010

HANS UNSTERN statt MELANIE PAIN

Leider kann das für den 3.Juni angekündigte Konzert von Mélanie Pain aufgrund von terminlichen Verschiebungen und anderweitigen Verpflichtungen ihrer Musiker nicht stattfinden. Das ist sehr schade - sehr schön ist, daß stattdessen Hans Unstern kommt.
2005 war Hans Unstern auf den Boulevards und Abwegen Europas anzutreffen, denn er spielte sich als Straßenmusiker durch den halben Kontinent. Auch die Songs seines ersten Albums haben dort ihren Ursprung. Er ist ein rastloser Poet, der sich seine Klänge, ähnlich wie vielleicht Tom Waits oder manchmal auch Radiohead oder Björk, aus den scheinbaren Un- und Zufällen einer "üblichen" Musikproduktion zusammenklöppelt, dabei aber genau weiß, was er tut.
"Sein Debütalbum »Kratz Dich Raus« ist vertontes Roadmovie, dem Zeitgeist hingeworfener Fehdehandschuh, queeres Bekenntnis und vielleicht auch nichts von alledem. Klar ist jedoch schon jetzt, dass es sich um eines der wichtigsten deutschsprachigen Alben des Jahres 2010 handelt." (Spex)

12.5.2010

DIE PERSER in Buch und Film

Ziemlich genau zwei Jahre nach der spekakulären Premiere der PERSER in der Regie von Claudia Bosse, bei der fast 300 Darsteller aus Braunschweig mitwirkten, erscheint im Steidl Verlag der Bildband MAQUETTE BRAUNSCHWEIG. Der ukrainische Fotograf Boris Mikhailov hat um die Entstehung des Projekts 2007 in Braunschweig fotografiert. Am 25.Mai um 17 Uhr im U22 (Staatstheater Kleines Haus) wird der Bildband der Öffentlichkeit in Anwesenheit des Künstlers vorgestellt.
Und am 13. Juni ist um 19 Uhr im Universum Filmtheater der Dokumentarfilm von Mike Hermann über die Proben des Mammutwerks zu sehen.

10.05.2010

Esiaba Irobi ist tot

Mit tiefem Bedauern und großer Trauer müssen wir bekannt geben, dass der nigerianische Theaterwissenschaftler und Autor Professor Esiaba Irobi am 4.Mai 2010 verstorben ist. Seine Lecture "The trouble with postcolonial theory" sollte am 5. Juni um 11:00 Uhr der Auftakt sein für das Themenwochenende "Die Gegenwart des Anderswo im Jetzt". Sein geplanter Vortrag über das Korsett der postkolonialen Theorie, welche die ehemals kolonialisierten Länder Afrikas in eine Denktradition zwingt, die unverbunden zur ihrer Geschichte steht, wird nicht zu ersetzen sein.
Dennoch bemühen wir uns um einen Beitrag, der – sicher aus ganz anderer Perspektive – einen inhaltlichen Einstieg in das Thema bietet, und geben diesen zeitnah bekannt.


8.5.2010

Plakate in der Stadt

Plakate in der Stadt

14.4.2010

Theaterformen bei Eintracht Braunschweig

Sven Heier, Kathrin Veser und Eberhard Wagner nehmen Pinkie Mtshali - Fussballfan aus Südafrika und Hauptdarstellerin in Boyzie Cekwanas neuem Stück - mit zum Spiel Eintracht Braunschweig gegen SV Wehen Wiesbaden. Vor 15000 Zuschauern gewinnt Braunschweig 3:1. Das Stück "Influx Controls 2: On the 12th night of never I will not be held black" mit Pinkie Mtshali ist am 8. und 9. Juni in Braunschweig zu sehen.

9.4.2010

Programm-Pressekonferenz 2010 mit Anja Dirks, Lola Arias und Boyzie Cekwana

Am Freitag stellte Anja Dirks das Programm des 11. Festival Theaterformen vor. Zwei der insgesamt 14 eingeladenen Theaterkünstler waren da um ihre Projekte persönlich vorzustellen. Die argentinische Regisseuerin Lola Arias stellte ihr Projekt "That enemy within" vor, das in Koproduktion des Festivals mit dem Staatstheater Braunschweig entsteht. Ebenso anwesend war der südafrikanische Künstler Boyzie Cekwana. Er ist zur Zeit in Braunschweig in Residenz und probt am zweiten Teil seiner Trilogie "Influx Controls" - beide Teile werden im Juni im Rahmen des Festivals zu sehen sein.

5.3.2010

Büroeinweihung in Braunschweig

Freunde, Partner und Mitstreiter waren heute zu Gast in den Neuen Theaterformen Büroräumen in Braunschweig. Die Vernissage des ersten T-Shirts der neuen Abokollektion wurde gleich mitgefeiert.

28.1.2010

City Circus Zero Work nominiert zum nachtkritik-Theatertreffen

Die Koproduktion von Junges Schauspiel Hannover, Festival Theaterformen und andcompany&Co wurde zum nachtkritik-Theatertreffen nominiert: Die nachtkritik-KorrespondentInnen wählen aus und schlagen den LeserInnen Inszenierungen vor. Die LeserInnen stimmen per Mausklick ab. Am Schluss bilden die 10 Aufführungen mit den meisten Stimmen das (virtuelle) nachtkritik-Theatertreffen 2010.
Die Abstimmung läuft vom 29. Januar bis 10. Februar 2010.
Also klicken und weitersagen!

Nachtkritik

16.11.2009

Geschichten aus Hannover wandern weiter

Das Erinnerungsbüro macht wieder in der Schweiz Station: vom 14. November bis 5. Dezember 2009 am Theater Chur. Von den inzwischen gut 250 Geschichten von Enkeln und Enkelinnen ist an jedem Ort eine spezifische Auswahl zu hören - in Chur sind es vor allem Erzählungen über Tat & Tatta, Neni & Nani, aber auch über Opi, Großmama, Deda, Grandma und Yayo.

Erinnerungsbüro

29.10.2009

weitere Vorstellungen von CITY CIRCUS ZERO WORK

05.+07.+29.11.2009 Ballhof 1, Junges Schauspiel Hannover

"Der verschreckten Weltuntergangsstimmung unserer Leistungsgesellschaft hält dieses Theaterkollektiv eine poetisch-warmherzige, aber eben doch ziemlich anarchische Kunstutopie entgegen. Wo das Nützliche versagt, triumphiert das Spiel. Wo die arrivierte Elite absäuft, singt die Jugend lässig und verträumt ihr Lied von der ehrlichen Faulheit, lächelt siegesgewiss und macht auch uns, wenigstens für den Moment, sehr glücklich damit." André Mumot, Nachtkritik.de

"Die schönste Absurdität dieses Festivals (...) In einer grandiosen Materialschlacht aus Kostümen, Kulissen, spinnerten Einfällen, Musik und verdrehten Texten, die von Kurt Schwitters, Daniil Charms und den Jugendlichen selbst stammen, konstruieren sie eine schnelle, urkomisch dadaistische Revue ohne Löcher und Hänger. Letztlich sinnfrei, aber absolut erquickend bot "City Circus Zero Work" eine zeichendichte Spielwiese für den modernen Humor."
Till Briegleb, süddeutsche.de

"In Hannover hat andcompany unter dem Motto „City Circus Zero Work“ Schüler vom „jungen schauspiel“ mit einer subversiven Zirkusidee und jeder Menge Britney-Spears-, Honecker- und Obama Devotionalien zusammengebracht und dabei in aller Lässigkeit bewiesen, welchen Charme intellektueller Restmüll haben kann – zumal, wenn er von derart engagierten Jugendlichen performt wird."
Christine Wahl, Der Tagesspiegel

24.8.2009

Young Directors Award für Dries Verhoeven

Dries Verhoeven, bei den Theaterformen 2009 in Hannover mit "Niemandsland" zu Gast, hat bei den Salzburger Festspielen den mit 10.000 Euro dotierten Montblanc Young Directors Award 2009 erhalten. Wir freuen uns mit!


Salzburger Festspiele

13.7.2009

Umzug und Ferien

Das Theaterformen Büro ist umgezogen. Neu sind wir jetzt am
Ballhofplatz 5
30159 Hannover
Die meisten Kisten sind ausgepackt, und jetzt gehen wir bis zum 17. 8. in die Ferien.


21.6.2009

Festival Theaterformen 2009: Ausklang nach 12 Tagen

Das Festival Theaterformen ist am Sonntag in Hannover mit einem ganztägigen Konzert im Rahmen der Fête de la Musique und den letzten Vorstellungen ausgeklungen. Mehr als 15.000 Besucher sind seit dem Beginn des Festivals am 10. Juni zu Gast gewesen, davon rund 9500 bei den 14 Theaterproduktionen, 5500 bei den 8 Konzerten und 500 bei der Ausstellung „Meine Großeltern“. Die Auslastung lag bei 95 Prozent. Das erste T-Shirt-Abo in Deutschland im Rahmen des Festivals Theaterformen war nach rund 250 Bestellungen bereits Mitte Mai ausverkauft. Die Tagung „Stadtraum und Inszenierung“ verfolgten rund 50 Teilnehmer.

„Im Namen aller Künstler bedanken wir uns bei unserem Publikum in Hannover und von auswärts für dieses gemeinsame Theaterfest“, sagte die Festivalleiterin Anja Dirks. „Das Publikum hat sich ganz auf diese experimentierfreudigen, gewiss oft ungewohnten Theaterformen eingelassen. Der starke Zuspruch zeigt, dass das Festival Theaterformen mit seinem Konzept, die Vielfalt des internationalen zeitgenössischen Theaters zu zeigen, ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Niedersachsen und Deutschland geworden ist. Wir freuen uns darauf, das Festival in diesem Sinne fortzusetzen.“ Die nächste Ausgabe des Festivals Theaterformen findet im Juni 2010 in Braunschweig statt.


18.6.2009

Applaus

Das Ensemble von "Schukschins Ezählungen" applaudiert seinem Premierenpublikum zurück.

18.6.2009

Festivalmomente 1

Zuhörer sammeln sich vor der Bühne im Festivalzentrum. Zum Konzert von "Stereo Total" kamen am Mittwoch abend wenigstens 1200.

18.6.2009

Festivalmomente 2

Ein Besucher hört in der Cumberlandschen Galerie die Familiengeschichten von Mats Staubs Ausstellungsprojekt "Meine Großeltern".

18.6.2009

Festivalmomente 3

Beim Premierenessen

16.6.2009

Publikumsgespräch

Nach der Vorstellung stellte sich der Regisseur Andreas Kriegenburg am 16.6. Zuschauerfragen.

16.6.2009

Theaterformen 2009: 90 Prozent Auslastung in der ersten Woche

Nach sechs Tagen Programm konnten wir eine Auslastung von rund 90 Prozent verbuchen. Von 26 Vorstellungen waren 20 nahezu oder ganz ausverkauft, die Ausstellung „Meine Großeltern“ zählte bisher rund 300 Besucher. Drei Gratiskonzerte im Festivalzentrum im Hof des Schauspielhauses lockten zusätzlich 2000 Fans an. Für die verbleibenden 34 Vorstellungen sind noch rund 900 Karten im Verkauf bis zum Festivalende am Sonntag, 21. Juni.
„Alle Künstler, die bisher gespielt haben, sind überwältigt von dem herzlichen und begeisterungsfähigen Hannoverschen Publikum. Dass selbst in diesen Krisenzeiten die Vorstellungen so außerordentlich gut besucht sind, zeigt, dass Theater und Kultur keine Luxusgüter sind, sondern unverzichtbar dazu gehören“, freut sich die Festivalleiterin Anja Dirks.
Für folgende Vorstellungen gibt es noch Karten:
„more, more, more...future“ (Faustin Linyekula), 17.6., 20 Uhr, Ballhof eins
„Niemandsland“ (Dries Verhoeven),18.6.,18 Uhr Hauptbahnhof
Hier lohnt es sich aber unbedingt, beim Counter im Hbf vorbeizuschauen: Bei fast jeder Vorstellung werden 1-2 Plätze frei, weil reservierte und bezahlte Karten nicht abgeholt werden. Einfach ca. 15 min vor Vorstellungsbeginn am Counter melden!
„Alle die da fallen“ (Samuel Beckett / Comp. Marius), 18.6., 19 Uhr; 20./21.6. 15 Uhr, Georgengarten am Wilhelm-Busch-Museum (Open Air)
„Patience Camp“ (Thom Luz), 19.6., 20 Uhr; 20.6., 19.30 Uhr; 21.6., 18 Uhr, Ballhof zwei
„La Mélancolie des dragons“(Vivarium Studio), 20.6., 21 Uhr, Schauspielhaus
„La Omisión de la Familia Coleman“ (Timbre 4), 21.6., 19.30 Uhr, Ballhof zwei


15.6.2009

Freiluft-Premiere für Beckett

Zur Premiere der Freiluft-Inszenierung von Becketts "Alle die da fallen" durch die belgische Comp. Marius blieb es am Wochenende zum ersten Mal seit Tagen trocken und windstill. Die Vorstellung am Sonntag war praktisch ausverkauft. Für die weiteren Aufführungen im Georgengarten am 18.6. (19 Uhr), 20. und 21.6. (15 Uhr) gibt es noch Karten.

13.6.2009

Mitternachts-Performance im Rathaus

Rosa Casados und Mike Brookes Performance über Nachhaltigkeit zog Freitag Nacht über 150 Neugierige ins Rathaus. In der riesigen Halle beobachteten sie das langsame Schmelzen einer kristallinen Eislandschaft - oder versuchte es zu verhindern.

11.06.2009

Festival Theaterformen 2009 eröffnet

Theaterformen-Chefin Anja Dirks im Kreise der hannoverschen Würdenträger bei der Eröffnungsfeier am Mittwoch Abend: Schauspiel-Intendant Wilfried Schulz (ganz außen links) freut sich darauf, dass die Festival-Erfahrung die Grenzen im eigenen Kopf erweitert. Herbert Schmalstieg von der Stiftung Niedersachsen (rechts neben Anja Dirks mit der roten Krawatte) findet, dass die 2,4 Millionen Euro, die die Theaterformen im Laufe der Zeit von der Stiftung Niedersachsen erhalten haben, eine gute Investition sind. Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil(im Bild ganz außen rechts) hofft, dass das Laientheater, dass er täglich in der Politik erlebt, von den Bühnen-Profis einiges lernt. Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann (nicht im Bild), imponiert die überregionale Resonanz des Festivals in den Medien und in der Theaterszene: „Aus der Theaterlandschaft sind die ‚Theaterformen’ mit ihrer künstlerischen Ausstrahlung, vor allem auch als Podium für neue Wege nicht mehr wegzudenken und brauchen den direkten Vergleich mit dem Festival ’Theater der Welt’ oder dem Berliner ‚Theatertreffen’ nicht zu scheuen.“

Nach den Eröffungsreden feierten rund 1000 Gäste die Eröffnungspremiere im Theater am Aegi mit dem marokkanisch-französischen Nouveau Cirque „Taoub“. Im Anschluss wurde das Festivalzentrum im Hof des Schauspielhauses mit einem Konzert von „Super 700“ eingeweiht.



5.6.2009

Theaterformen 2009 und schauspielhannover bitten zu Partys und Konzerten – Eintritt frei

Ein neuer Ort für Partys und Sommerkonzerte: Das Festivalzentrum der Theaterformen 2009 bietet ab 10. Juni acht Gratiskonzerte mit Bands wie „Die Sterne“ und „Stereo Total“. Die Konzertbühne im Hof wird von einem eigens entworfenen „Fliegenden Teppich“ beschirmt. In diesem besonderen Ambiente feiert auch das scheidende Team des schauspielhannover um den Intendanten Wilfried Schulz seine Dernièren und Abschiedsfeste.

Ein Dach in Form eines fliegenden Teppichs in leuchtendem Rot-Gold verbindet für die nächsten Wochen den Hof des Schauspielhauses mit der Cumberlandschen Galerie. Mit dieser stimmungsvollen Installation hat der Schweizer Industriedesigner Beat Karrer ein Sinnbild der aufregenden, exotischen Theatererfahrungen während des Festivals Theaterformen vom 10.-21. Juni geschaffen – aber auch einen idealen Ort für entspanntes Zusammensein, Feiern und Musikgenuss. Am 10. Juni um 21.30 steigt hier die Eröffnungsparty der 10. Ausgabe des internationalen Festivals in Hannover mit einem Konzert des Septetts Super700. Sieben weitere Konzerte und DJ-Sets folgen bis zum letzten Tag des Festivals – der Eintritt ist frei. Unter dem Motto „Winken und Trinken“ feiert zudem das schauspielhannover, das sich an dem Festivalzentrum als Gemeinschaftsprojekt beteiligt hat, den Ausklang seiner letzen Saison. Was ganz nach Luxus und einem Hauch Nostalgie aussehen mag, hat bei näherem Hinsehen aber auch ironische Untertöne: Der „Fliegende Teppich“ von Beat Karrer ist ganz aus Industrieplanen gefertigt und die orientalischen Ornamenten darauf entpuppen sich bei näherem Hinsehen als ineinandergeschachtelte Ölfässer...

Das Musikprogramm ist vielschichtig und voller Entdeckungen. Super700 um die charismatische Sängerin Ibadet Ramadani und ihre beiden Schwestern spielt eine Mischung aus TripHop, Kammerjazz und Elektropop. Am 14.6. um 21 Uhr folgen Die Sterne: Die wichtigsten, vor allem aber tanzbarsten Vertretern der sogenannten „Hamburger Schule“, beeinflusst von Punk wie Funk, bilden sicherlich einen ersten Höhepunkt. Hinter Jacques Palminger & The Kings of Dub Rock am 15.6. um 22 Uhr stecken die elegante Sängerin Rica Blunck und der Beat-Schmied Viktor Marek. Tex & Erobique bieten am 16.6. um 22 Uhr Techno, Poprock und Bebop-Jazz. Brezel Göring und Françoise Cactus sind Stereo Total. Seit 1993 haben sie sieben Alben vorgelegt und deutsche und französische Musikgeschichte geschrieben. Am 17.6. setzen sie ab 21 Uhr ihr Glanzlicht im Musikprogramm der Theaterformen. Nach dem DJ-Set von Tillomat, das am 18.6. Genres und Epochen, Unterhaltung und Überforderung durcheinanderwirbelt, folgen Wladimir Kaminer und Yuriy Gurzhy. Am 19.6. um 22 Uhr präsentieren sie ihre berühmt-berüchtigte Russendisko – die Tanzveranstaltung mit osteuropäischer Musik zwischen Gipsy-Punk, Balalaika-Rock’n’Roll, Don-Kosaken-Reggae, bekifftem Sowjet-Pop und Klezmer-Ska. Mit Mariahilff präsentiert sich der Schauspieler Lars Rudolph am 20.6. um 22.30 Uhr als Sänger zwischen Poesie und Härte. Am letzten Tag des Festivals, also am 21.6., öffnet sich die Bühne ab 12 Uhr zum großen Abschluss mit der Fête de la Musique.

Das Café im Festivalzentrum ist ab dem 10. Juni täglich ab 12 Uhr geöffnet.






4.6.2009

Hohe Kartennachfrage

Eine Woche vor Beginn des Festivals Theaterformen vom 10. bis 21. Juni in Hannover sind fast zwei Drittel der Karten verkauft oder reserviert. Besonders für die Vorstellungen von Der Prozess (15./16. Juni im Schauspielhaus, Regie: Andreas Kriegenburg), Schukschins Erzählungen (18./19. Juni im Schauspielhaus, Regie: Alvis Hermanis), Niemandsland (11.-21. Juni im Hauptbahnhof, Regie: Dries Verhoeven) und City Circus Zero Work (12.-14. Juni im Ballhof 1, Regie: andcompany&Co.) gibt es nur noch wenige Tickets. Aber auch kleinere Produktionen und Neu-Entdeckungen wie die Performance-Installation Some things happen all at once (12. Juni im Neuen Rathaus, von und mit Rosa Casado / Mike Brookes) sind stark nachgefragt.

„Wir freuen uns über die tolle Resonanz. Offenbar geht es nicht nur nach großen Namen, sondern jeder stellt sich individuell sein Programm zusammen“, so Festivalleiterin Anja Dirks. Das Festival Theaterformen findet seit 1990 in Braunschweig und Hannover statt und zeigt die Vielfalt des internationalen zeitgenössischen Theaters. Die 10. Ausgabe in Hannover ist die erste unter der Leitung von Anja Dirks, die bis 2012 berufen ist.

Ein besonderes Besucher-Angebot gibt es an den beiden Festival-Wochenenden. Mehrere Vorstellungen können hintereinander kombiniert werden. Ab dem Kauf von 5 Karten im Vorverkauf gibt es einen Rabatt von 20 Prozent. Die Karten kosten 16 € mit Ausnahme der Eröffnungsproduktion Taoub (10./11. Juni im Theater am Aegi, Karten für 25/ 20/ 15/ 10 €), Der Prozess und Schukschins Erzählungen (Karten für 30/ 50/ 27/ 22/ 17,50/ 12,50 €). Schüler, Studenten, Auszubildende, Zivildienstleistende und Erwerbslose erhalten ermäßigte Karten für 6 €.

Die Eröffnungspremiere am 10. Juni mit dem französisch-marokkanischen Nouveau Cirque Taoub ist zugleich eine Einladung zum Feiern. Im Hof des Schauspielhauses ist ein Festivalzentrum entstanden, das ein Café mit einer Konzertbühne verbindet. Das Dach ist in Form eines fliegenden Teppichs gestaltet. Um 21.30 steigt die Eröffnungsparty mit einem Konzert des Septetts Super700 um die Sängerin Ibadet Ramadani. Sieben weitere Konzerte und DJ-Sets folgen bis zum letzten Tag des Festivals am 21. Juni. Der Eintritt ist frei. Das Café im Festivalzentrum ist ab dem 10. Juni täglich ab 12 Uhr geöffnet.


29.05.2009

Urbane Akteure: Plakatsäulen

Sind sind mindestens 2,50 Meter hoch und werden im Inneren mit tonnenschweren Gewichten stabilisiert: Am Hauptbahnhof, in der Innenstadt und im Georgengarten wurden vor Pfingsten fünf Plakatsäulen aufgerichtet. Am Festival Theaterformen kommt ab jetzt keiner mehr vorbei...

27.5.2009

Aufschrei der Gitarren und der Körper: Faustin Linyekulas „more more more... future“

Für seine neue Produktion zur Zukunftshoffnung im Kongo ist der Choreograph Faustin Linyekula beim Kunstenfestivaldesarts in Brüssel gefeiert worden. „more more more... future” bringt Musik und Tanz mit politisch-poetischen Texten zusammen. Am 16. und 17. Juni erlebt die Koproduktion des Festivals Theaterformen seine deutsche Erstaufführung in Hannover.

Die belgische Zeitung Le Soir schrieb über die Uraufführung am 22.Mai in Brüssel: „Das Kunstenfestivaldesarts findet seinen krönenden Abschluss in Faustin Linyekulas ‚more more more...future’. Land der Paradoxe, ebenso reich an Ressourcen wie arm und gequält, löst der Kongo üblicherweise Schlagzeilen, geheucheltes Mitgefühl oder merkantile Gier aus. (...) Nach mehreren Arbeiten zur Geschichte seiner Heimat wendet sich der Künstler heute der Zukunft zu. Er bedient sich diesmal beim Ndombolo, eine Popmusik, welche die Nachtclubs in Kinshasa dominiert. Gemeinsam mit dem Musiker Flamme Kapaya verwandelt er die populären Rhythmen in einen Protestpunk, der den Flitter, den Glitter, die dicken Autos, die Bling Bling-Träume hinter sich lässt und zurückfindet zur Wut, zum Aufschrei der Gitarren und der Körper. Es ist zwar ihr Sound, der die Köpfe im Takt nicken lässt, es sind aber vor allem die poetischen Texte von Antoine Vumilia Muhindo und die Körper der Tänzer (Dinozord, Papi Ebotani und Faustin), die uns mitreißen. Vumilia, selbst ein politischer Häftling, durchschaut glasklar die demokratischen Illusionen und Pyrrhussiege und betrachtet die ewige Wiederkehr der Plagen in den Kongo. Seine Worte, die erstaunlich klar und zugleich unglaublich optimistisch sind, finden ihr Echo in der tableauartigen Choreographie. (...)“

Faustin Linyekula gehört zu den herausragenden Künstlern der Demokratischen Republik Kongo. In den letzten Jahren war er regelmäßig mit seinen Stücken zum Festival von Avignon eingeladen, im März 2009 hatte seine Inszenierung von Bérénice an der Comédie Française in Paris Premiere. In den Texten von Antoine Vumilia Muhindo heißt es: „Du verdienst Besseres als vage Schatten von Versprechen,/ Besseres als Schlagzeilen und geheucheltes Mitgefühl,/ Besseres als Ersatz, Besseres als Geld. Du hast ein Recht auf Zukunft.“ (Wie die Propheten) „Und dann drehen wir den Mythen den Hals um,/ Lynchen die Idole, verbrennen die Ikonen,/ Trennen die Dogmen der selbstzerstörerischen Systeme auf./ Ja genau, und wir zetteln ein ziemliches Tohuwabohu an,/ Ein göttliches Halligalli…“ (Also sang Zarathustra)





25.05.2009

Teppichflugversuch

Noch tüffelt der Schweizer Industriedesigner Beat Karrer an dem Fliegenden Teppich, der das Dach über der Konzertbühne des Festivalzentrums bilden wird. Ein Stoffmuster, das er an die Wand seines Studios in Zürich hängte, ist immerhin beinahe geflogen und schlussendlich auch gelandet. Die große Version wird glücklicherweise nicht mit Klebestreifen befestigt werden: Es handelt sich um eine Bauplane, die Karrer gestaltet und bedruckt.








19.5.2009

T-Shirt Abo ausverkauft

Das erste T-Shirt-Abo in Deutschland ist nach rund 250 Bestellungen innerhalb zehn Wochen ausverkauft. Das Projekt des Internationalen Festivals Theaterformen feiert das T-Shirt als Kunstform: Junge Graphiker und Designer haben exklusiv vier T-Shirts für den Auftritt in der Stadt entworfen. Das letzte T-Shirt aus der Serie wird Anfang Juni an die Abonnenten ausgeliefert. Einzelbestellungen der vorhandenen Restgrößen sind möglich, solange der Vorrat reicht.

Kleine Kunstfeuerwerke, so überraschend und vielfältig wie das Festival-Programm: Stefan Marx, Dan Has Potential, Miruki Tusko & Dennis Tyfus und die Lowrider All Stars (Grotesk, Drawing PLan, Michel Fr, Giom & Lowrider) haben die vier T-Shirts entworfen. Gedruckt wurde von Hand auf American Apparel T-Shirts. Das Abo für vier T-Shirts in der Wunschgröße von März bis Juni kostete 69,-€ inkl. Versand. Kuratiert wurde das Projekt von T-Shirt Monthly

Solange der Vorrat reicht, können Einzelexemplare für 22,- € inkl. Versand bestellt werden. Es sind aber leider nicht mehr alle Größen vorhanden!

Bestellungen und weitere Infos: mailto:tshirt@theaterformen.de





18.5.2009

Geniestreich im Kino und Theater

Bereits im Vorfeld des Festivals Theaterformen wird die Inszenierung „Schukschins Erzählungen“, die am 18. und 19. Juni im Schauspielhaus Hannover gastiert, als „Geniestreich“ gefeiert. In Hannovers Kino im Künstlerhaus beginnt am heutigen Montag, 18. Mai, eine Reihe mit vier Filmen des sowjetischen Autors, Regisseurs und Schauspielers.

Zum Gastspiel bei den Wiener Festwochen schreibt Georg Petermichl auf www.nachtkritik.de über die Koproduktion der Festwochen und Theaterformen: „ Alvis Hermanis, Träger des Europäischen Theaterpreises 2007, gilt als akribischer Beobachter des Alltags. Wiederholt hat er sich die jüngere Vergangenheit seines Landes zum Thema genommen. Mit seiner Bearbeitung von Wassili Schukschins Kurzgeschichten führt er diese Arbeit fort. (...) Insgesamt lässt sich Alvis Hermanis neueste Produktion als Geniestreich verbuchen. (...) Acht Schauspieler verstricken ihre Charaktere in das Streben nach Liebe, Anerkennung, Luxus oder auch Heimat. Liebevoll changieren sie im Mix aus Slapstick, Ausdruckstanz, Erzähl- und Posentheater, während ihre Wunschvorstellungen auf unbändigen Stolz, auf Vorurteile, Trägheit oder Borniertheit prallen. Jewgeni Mironow und Chulpan Hamatowa sind die beiden Stars dieses gefühlvoll inszenierten Abends.“

Auch in seinen Filmen zeigt sich Schukschins Vorliebe für die stillen Helden des Alltags, die ihn vor seinem Tod 1974 in der Sowjetunion und der DDR bekannt machte, während er in der Bundesrepublik weitgehend unbekannt blieb. Hannovers Kino im Künstlerhaus zeigt (jeweils um 18 Uhr) am 18.5. „Euer Sohn und Bruder“ (1966) über einen Bauernsohn, der nach einer Gefängnisstrafe überraschend in sein Heimatdorf zurück kommt. Am 25.5. steht „Seltsame Leute“ (1969) auf dem Programm – als Grundlage dienten drei Erzählungen. Am 2.6. gibt es „Reisebekanntschaften“ (1972/73), ein Roadmovie über den sibirischen Bauern Iwan auf einer Eisenbahnfahrt ans Schwarze Meer. Am 8.6. wird Schukschins berühmtester Film „Roter Holunder“ (1974) gezeigt. Der Dieb Jegor Prokudin beginnt im Gefängnis eine Brieffreundschaft mit der Bäuerin Ljuba und versucht an ihrer Seite ehrlich zu werden. Doch seine Vergangenheit lässt ihn nicht los...




6.5.2009

Das neue T-Shirt für Mai ist da!

Die Farbe Gelb: Cindy Laupers 80iger Jahre-Outfits, die Simpsons, Zitronen-Wackelpudding, Filme, die Krzysztof Kieślowski nie gedreht hat... Der Trendton der letzten Saisons lebt definitv von cheesy charm und dass Michelle Obama jüngst in einem zitronengelben Kleid aufgetaucht ist, hat den Spaß eher verdorben. Dagegen stellt das neue T-Shirt des Theaterformen-Abos für Mai die Underground-Würde wieder her: gelb, neongelb, neonpink - demnächst in Ihrem Briefkasten!

30.4.2009

215 Interviews über Großeltern

Der Schweizer Regisseur Mats Staub befragt Enkel nach ihren Großeltern. In 215 Interviews hat er bisher rund zwölf Stunden Hörmaterial zusammen getragen - die letzten im Laufe des April in Hannover. Im Rahmen der Theaterformen findet die Deutschlandpremiere von "Meine Großeltern" am 12.Juni in der Cumberlandschen Galere statt. Mats Staub kehrt für das Festival nach Hannover zurück. Dann kann erneut jeder zu dem wachsenden Archiv beitragen, der etwas über seine Familiengeschichte erzählen möchte und ein Jugendfoto der Großeltern mitbringt.

17.4.2009

Festival-Programm 2009 vorgestellt

Festival Theaterformen 2009 mit 15 internationalen Produktionen
11 Deutsche Erstaufführungen – Schwerpunkt „Urbane Akteure“

300 Künstler. 15 Produktionen in 12 Tagen aus 11 Ländern. 8 Konzerte und Parties, 1 Tagung, 1 T-Shirt-Abo. Das Festival Theaterformen ist zurück in Hannover. Die 10. Ausgabe vom 10. – 21. Juni gibt einen Einblick in die Vielfalt des zeitgenössischen internationalen Theaters mit 11 deutschen Erstaufführungen und einer Uraufführung. Die Produktionen stammen aus Argentinien, Deutschland, England, Frankreich, Kongo, Marokko, Holland, Russland, Spanien und der Schweiz. Die neue Festival-Leiterin Anja Dirks stellte das Programm am Freitag auf einer Pressekonferenz im Schauspiel Hannover vor. Theaterformen ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Staatstheater Braunschweig und Hannover, unterstützt durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, die Städte Braunschweig und Hannover, die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und die Stiftung Niedersachsen. Es findet im jährlichen Wechsel in Hannover und Braunschweig statt.

Die Eröffnungspremiere im Theater am Aegi mit „Taoub“ ist eine Gemeinschaftsarbeit der marokkanischen Groupe acrobatique de Tanger mit dem französischen Regisseur Aurélien Bory. Verträumte Bilder und spektakuläre Artisten-Nummern machten die Produktion zu einem riesigen Erfolg des Nouveau Cirque. Mehrere Projekte finden im Stadtraum von Hannover statt. Die belgische Compagnie Marius baut für „Alle die da fallen“ von Samuel Beckett eine Holztribüne im Georgengarten auf und zeigt als nachmittägliches Freiluft-Theater ihre "unmissverständliche Aufführung von Becketts zweideutigem Hörspiel“. Der junge niederländische Regisseur Dries Verhoeven inszeniert Theater in Form eines Stadtrundgangs: Von einem fremden Führer geleitet, bekommt je ein Zuschauer eine sehr besondere Führung durch die Straßen um den Hauptbahnhof. Verhoeven erarbeitet für Theaterformen eine neue Hannoveraner Fassung von „Niemandsland“.

Die französische Gruppe Vivarium Studio zeigt zwei Produktionen im Schauspielhaus, „L'Effet de Serge“ und „La Mélancholie des dragons“. Der Regisseur Philippe Quesne macht Theater mit starken Bildern, einfachen Geschichten und trockenem Humor. Der lettische Regisseur Alvis Hermanis, der 2004 bei den Theaterformen mit „Revizor“ zu Gast war, zeigt diesmal „Schukschins Erzählungen“ mit den russischen Schauspielstars Jewgeni Mironow und Chulpan Hamatowa („Good bye Lenin“). Die Geschichten des sowjetischen Kultautors Wassili Schukschin erzählen von einfachen Menschen und verhinderten Helden im ländlichen Russland. Als starke Regiehandschrift aus Deutschland ist „Der Prozess“ von Andreas Kriegenburg zu sehen; die Produktion der Münchner Kammerspiele wurde auch zum Berliner Theatertreffen 2009 ausgewählt. Das junge schauspielhannover und die Berliner Performancegruppe andcompany.Co bringen in Koproduktion mit dem Festival Theaterformen eine Uraufführung heraus. „City Circus“ entsteht mit über 15 Hannoveraner Jugendlichen. Im Mittelpunkt des dadaistisch inspirierten Anti-Zirkus stehen die Themen Müßiggang, Faulheit und Nichtstun.

Aus dem Kongo kommt der Tänzer und Choreograph Faustin Linyekula mit „more more more... future“. Aus der energiegeladenen Musikrichtung Ndombolo hat er ein szenisches Konzert über die Zukunftshoffnung afrikanischer Jugendlicher entwickelt. „La Omisión de la Familia Coleman“ von Timbre 4 ist eine weitere Entdeckung aus der lebendigen Theaterszene von Buenos Aires. Das Kammerspiel erzählt den tragikomischen Verfall einer Familie. Der junge Schweizer Thom Luz spürt in seiner Debüt-Inszenierung „Patience Camp“ der missglückten Polarexpedition von Henry Shackleton 1913 nach. Die spanische Performance-Spezialistin Cuqui Jerez meditiert über die ureigensten Mittel des Theaters, namentlich über das Probieren in „The Rehearsal“. Ein Late-Night-Cabaret im Stil der 1920iger Jahre und in surrealer Stummfilm-Ästhetik bietet die Gruppe 1927 mit ihrer ersten umfassenden Produktion „Between the Devil and the Deep Blue Sea“. Das spanisch-britische Duo Rosa Casado und Mike Brookes baut für eine Nacht in die Eingangshalle des Neuen Rathauses Hannover ein Stadtmodell aus Eis. „Some things happen all at once“ ist eine Performance zum Thema Energie und Nachhaltigkeit bietet den Zuschauer die Möglichkeit zur Intervention – sie haben die Möglichkeit, das Schmelzen der Eisstadt aufzuhalten.

Während des gesamten Festivals ist „Meine Großeltern“ von Mats Staub zu sehen. Der Schweizer Regisseur hat Kindheitserinnerungen, Familienlegenden und (lückenhaftes) Faktenwissen gesammelt - von Enkeln aus der Schweiz, aus Österreich und aus Hannover. Mit Jugendfotos der Großeltern an den Wänden und den Erzählungen auf ausleihbaren i-Pods wird die Cumberlandsche Galerie im Schauspielhaus zur Galerie der Erinnerung. Unter dem inhaltlichen Schwerpunkt „Urbane Akteure“ verfolgt das Festival die Frage, wie Menschen sich selbst inszenieren und die Stadt als tägliche Bühne nutzen. Ein T-Shirt-Abo mit vier exklusiv für das Festival Theaterformen entworfenen T-Shirts als abwechslungsreiche „urbane Uniform“ gehört hier ebenso dazu wie die Tagung „Stadtraum und Inszenierung“ in Zusammenarbeit mit der Universität Hildesheim und hub:kunst.diskurs e.V.

Im Hof des Schauspielshauses errichtet der Schweizer Industriedesigner Beat Karrer ein Dach in Form eines fliegendes Teppichs, der eine Konzertbühne mit der Cumberlandschen Galerie verbindet. Auf der Bühne gibt es eine Reihe von Konzerten – Open Air und bei freiem Eintritt mit Super 700, Die Sterne, Jacques Palminger & The Kings of Dub Rock, Tex & Erobique, Stereo Total, Russendisko, Mariahilff, Tillomat und der Fête de la Musique.

Der Vorverkauf hat am 17. April begonnen. Karten gibt es an den Kassen des Schauspielhauses und des Opernhauses Hannover.
Kartentelefon: + 49 511 9999 1111
Online-Kartenservice: www.staatstheater-hannover.de
Ermäßigungen: 20 Prozent ab fünf Karten im Vorverkauf sowie für alle Abonnenten der Staatstheater Hannover und Braunschweig; Schüler- und Studententickets für 6 €, Eintritt frei für alle Konzerte und Parties

Der Pressebereich der Homepage enthält Bilder zum Download für Medienvertreter. Akkreditierung unter presse@theaterformen.de

16.4.2009

Programmhefte mit vier Covern

Die Programmhefte von Theaterformen 2009 sind da! Im handlichen
Taschenformat bündelt das Programmheft alles, was der
Festivalbesucher wissen muss. Das Heft gibt es mit vier verschiedenen
Umschlägen - ein Ausdruck der Formenvielfalt des Festivals, das sich
nicht auf eine Anmutung festlegen lässt.

13.4. 2009

Darsteller gesucht

Die niederländische Regisseur Dries Verhoeven kommt für eine Woche
nach Hannover für die Vorproduktion der Hannover-Fassung seines
Projektes "Niemandsland". Er führt Gespräche mit Hannoveranern, die
als Darsteller und mit ihren Geschichten Teil dieses theatralen
Stadtrundgangs werden sollen.