Eine Person auf einer Theaterbühne, die ein auffälliges, farbenfrohes Kostüm trägt. Das Kleid besteht aus verschiedenen Materialien, darunter bedruckte Stoffbahnen und Elemente, die an recycelte Plastiktüten erinnern. Der Rock ist mit bunten Blumenmotiven und einem großen, pinken Herz verziert. Die Person hält in einer Hand eine kleine Figur und trägt auffälligen Schmuck.
Eine Person auf einer Bühne. Sie trägt ein auffälliges Kostüm aus bunten Materialien, es besteht aus einem ausladenden Reifrock, einem blauen BH und einer Konstruktion aus zwei große, dekorative Objekte zwischen die Wimpelgirlanden gespannt wurden. In der eine Hand hält sie ein Mikrofon, in der anderen eine Wasserspritzpistole.
Person steht auf einer Bühne. Sie trägt ein buntes, aus recycelten Materialien gefertigten Kostüm mit großem Rock und vielen dekorative Objekte an denen viele Wimpelgirlanden befestigt wurden. In einer Hand hält sie einen roten Regenschirm.

Brown Madonna

Ea Torrado

Manila

Zufall oder Fügung? Die philippinische Choreografin Ea Torrado teilt mit der US-amerikanischen Pop-Ikone Madonna nicht nur den Geburtstag – auch ihre Biografien weisen verblüffende Parallelen auf: erste Schritte im klassischen Ballett und Modern Dance, eine strenge katholische Erziehung, der permanente Kampf um Selbstbestimmung. Doch während Madonna dank Millionenvermögen frei zwischen Identitäten wechseln kann, ist Torrado gezwungen, gleichzeitig verschiedene Rollen zu erfüllen. Warum sind Frauen in der philippinischen Kultur darauf konditioniert, spektakuläre Geberinnen zu sein: Mütter, Märtyrerinnen, Entertainerinnen, Heilige? Im Solo Brown Madonna nimmt sie die Nähe – und Differenz – zu Madonna zum Ausgangspunkt für eine Ethnografie am lebendigen Leib. Gemeinsam mit dem bildenden Künstler und Fashion Designer Leeroy New erschafft Ea Torrado ein schillerndes Kostüm, das sich unaufhörlich wandelt: Mit jeder fallenden Schicht wird eine weitere Rolle sichtbar, die sie annimmt. Ein feministisches DIY-Spektakel über Leistungsdruck, Identität und die Suche nach Befreiung. 

 

Ea Torrado (geb. 1985 in Quezon City) ist eine queere zeitgenössische Choreografin, Performerin und Pädagogin. Ihre Arbeit erforscht die Schnittstellen von Identität, Erotik, Spiritualität, ökologischem Bewusstsein und kulturellem Gedächtnis – oft verschwimmen dabei die Grenzen zwischen Tanztheater, ritueller Performance, Gemeinschaftspraxis und Experimentalfilm. Als Gründerin der Daloy Dance Company und von Daloy Movement schafft sie Räume für verkörperten Widerstand, Heilung und radikale Freude auf lokaler und internationaler Ebene.

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Angaben zur Produktion

Konzept, Performance, Regie: Ea Torrado, Kostümdesign: Leeroy New, Kostümdesign in Zusammenarbeit mit: Arvie Santos, Dramaturgie: Eisa Jocson, Produktionsmanagement: Micah Sofia Pinto, Dramaturgische Unterstützung: Alexandra Hennig, Daniel Darwin, Perky Parong, Sounddesign: Joshua Gramaje, Probenleitung: Julienne Depatillo, Freyja Kapangyarihan, Besonderer Dank: Jodinand Aguilon, Joee Mejias, Tokio, Cordelia Hattori, Irene Antonia Patolot Ta-asan, Fotos: Noi Crew

Eine Koproduktion im Rahmen von „Sincerely Yours, the Philippines“, ein Projekt des Künstler*innenhaus Mousonturm in Kooperation mit dem Goethe-Institut Philippinen, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes und durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. 

Unterstützt durch Japan Foundation Manila, UP Vargas Museum,Daloy Dance Company, We Are Shapeshifters, MUNI Philippines.