


Gespräch: Abschaffen! Abolitionistische Perspektiven auf Gefängnis
Der Begriff Abolitionismus kommt aus dem Englischen „to abolish“ – also „abschaffen“. Dahinter steht eine politische Haltung, die sich gegen Zwang und Unterdrückung richtet und danach fragt, wie wir Gesellschaft anders gestalten können. Ursprünglich entstand der Begriff in der Bewegung zur Abschaffung der Versklavung in den USA. Heute setzen sich abolitionistische Forscherinnen und Aktivistinnen dafür ein, Polizei und Gefängnisse grundsätzlich infrage zu stellen – und durch solidarische Formen des Miteinanders zu ersetzen. Abolitionismus meint also nicht nur das Abschaffen, sondern auch das Aufbauen: von Beziehungen, Strukturen und Formen der transformativen Gerechtigkeit, die Veränderung statt Strafe ermöglichen. Auch in Deutschland gibt es eine lebendige abolitionistische Praxis, getragen vor allem von Schwarzen und antirassistischen Aktivist*innen, die wir zu einem Gespräch eingeladen haben.
Detaillierte Informationen zu dem Gespräch folgen in Kürze.
Angaben zur Produktion
Fotos: Anton Vichrov