


Performativer Walk: About Panoptica and Politics of Disarmament
in Kooperation mit der TU Braunschweig
Gefängnisse betreffen uns alle. Als staatliche Institutionen setzen sie die jeweils aktuellen Vorstellungen von Recht und Unrecht mit der Strafe des Freiheitsentzugs durch. Sie bündeln Macht auf der einen Seite und geben jenen, die bestraft werden, kaum Handlungsspielraum. Doch das vermeintlich objektive Gesetz ist von Diskriminierungsstrukturen durchzogen: Migrantisierte Minderheiten und von Armut betroffene Menschen sind deutlich häufiger von Haft betroffen als jene, die genug Geld und einen sicheren Aufenthaltstitel haben. Gefängnisse stabilisieren bestehende Machtverhältnisse. Durch Bestrafung sollen Inhaftierte gefügig gemacht und an das bestehende System angepasst werden.
Ausgehend von abolitionistischen Perspektiven, die Abschaffung von Zwang und Unterdrückung fordern, führt der Rundgang über das Gelände der ehemaligen JVA Rennelberg. Von dort aus werden unterschiedliche Stimmen zusammengebracht, die sich mit der Rolle und Funktion von Gefängnissen auseinandersetzen – und gleichzeitig Perspektiven auf die Gestaltung gerechterer Gesellschaften eröffnen.
Angaben zur Produktion
Fotos: Anton Vichrov