1. Festivalwochenende
Nächste Woche ist es endlich so weit!
Am 18. Juni startet das Festival Theaterformen mit Hornfuckers von Diana Niepce. In Hornfuckers werden nicht nur Normen und Hierarchien aus dem Gleichgewicht gebracht, auch der Bühnenboden gerät in Schieflage.
Am ersten Festivalwochenende sind im Kleinen Haus magische Realitäten zu erleben. In Reality Show bringen MEXA Prinzipien von Reality-Shows auf die Bühne des Staatstheater Braunschweig. Und Jo Bannon verbindet in The Dirty Work klassische Bühnentricks – Rauch, Zauberstab und die Sprache der Magie – mit ihren persönlichen Erfahrungen als sehbehinderte Künstlerin.
Die ehemalige JVA Rennelberg öffnet zum ersten Mal die Tore für die Öffentlichkeit. Public Movement erprobt mit Emergency Routine in flüchtigen Formationen Berührungen aus Krisensituationen, wie sie sonst in Evakuierungsmomenten entstehen. Mit THE LONG SHORT HISTORY OF PEACE hinterfragen Nicoleta Esinencu / teatru-spălătorie in einer Agitprop-Musikperformance, auf wessen Kosten in Europa Frieden herrscht. Und der performative Parcours UNTIL WE ARE ALL FREE stellt an sieben Stationen die Frage nach einer Zukunft, in der alle frei sind.
Außerdem laden ein Gespräch und ein Vortrag dazu ein, sich tiefergehend mit dem Ort und seiner Geschichte auseinanderzusetzen. Eine besondere Atmosphäre entsteht im Festivalzentrum, wenn freitags und samstags die Silent Discos dazu einladen, gegen die Gefängnismauern anzutanzen. Das Wochenende endet mit dem Open-Air-Kinoabend The Weight of Walls – Stories of Control and Resilience, in Kooperation mit dem Braunschweig International Film Festival, das acht internationale Kurzfilme zeigt.