2. Festivalwoche
Mit vollem Programm starten wir in die zweite Festivalwoche! Auf den Bühnen des Staatstheaters und in der JVA Rennelberg sind weiterhin vielfältige Performances zu erleben.
In Brown Madonna fragt Ea Torrado, ob es Zufall oder Fügung ist, dass ihre Biografie und die Madonnas erstaunliche Parallelen aufweisen. THE BONES und Nigamon/Tunai bringen durch Knochen und Kupfer auf der Bühne eine Landschaft zum Klingen. Am Wochenende geht es in MI MADRE Y EL DINERO und FAMILY TRIANGLE um Familien und deren Konstellationen sowie atemberaubende menschliche Pyramiden, die von Circus Baobab in Yongoyély als Akt des Empowerments entstehen.
In der JVA werden mit Sonya Lindfors und Maryan Abdulkarim in We Should All Be Dreaming – a dinner for dreamers gemeinsam Utopien erträumt, indem performative Tischreden zum Anlass für Gespräche über bessere Zukünfte werden. LASTESIS suchen in ACCIÓN/NEBULOSA nach feministischen Lösungen für bessere Zukünfte und mit Sweet Spot (site-specific) von Harald Beharie wird der Architektur des Gefängnisses die Zartheit und Verletzlichkeit von Körpern entgegengesetzt.
KDM Königin der Macht präsentiert gemeinsam mit Odete das performative Rap-Konzert Testimonies from X to D. Ausgehend von abolitionistischen Perspektiven, die die Abschaffung von Zwang und Unterdrückung fordern, führt ein performativer Rundgang in Kooperation mit der TU Braunschweig über das Gelände der ehemaligen JVA Rennelberg. Im Gespräch Abschaffen! Abolitionistische Perspektiven auf Gefängnis diskutieren die Wissenschaftlerin Melanie Brazzell und die Aktivistin Doris Dede über abolitionistische Perspektiven auf Gefängnisse. Während des zweiten Wochenendes ist die Installation Fire is Burning (draw nearer) von Syrus Marcus Ware in der JVA Rennelberg zu erleben, eine abolitionistische Videoinstallation, die in Zusammenarbeit mit der Künstler*in Raven Davis und zehn aktivistischen Sänger*innen entstanden ist.
Freitag und Samstag verwandeln die Silent Discos den Hof der JVA Rennelberg in eine tanzende Gegenbewegung zur Architektur des Gefängnisses.
Das Festivalzentrum öffnet wieder jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. Im Hof und in der überdachten Werkhalle entsteht Raum für Begegnungen, Gespräche und Drinks – und dafür, die besondere Atmosphäre dieses Ortes auf sich wirken zu lassen.